Blick auf das Giswiler Becken des Sarnersees; im Hintergrund öffnet sich über den Brünigpass hinweg die Sicht zu den Berner Alpen.

Wanderung Sarnen-Giswil

Frühlingsstimmung am Sarnersee

  • Sarnen

  • Oberwilen

  • Mattacherkapelle

  • Giswil


REGION: Zentralschweiz
MARSCHZEIT: 3 h 30 min
AUFSTIEG: 360 m
TIEFSTER PUNKT: 470 m
VERPFLEGUNG: Restaurant Bahnhof, Giswil
ANREISE: Mit der Bahn nach Sarnen
MERKMALE: Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 12,8 km
Abstieg: 350 m
Höchster Punkt: 647 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab Giswil mit der Bahn
   

An etwas erhöhter Lage verläuft diese leichte Wanderung auf der Westseite des Sarnersees. Der Hartbelagsanteil liegt bei etwa einem Drittel der Gesamtstrecke; Abschnitte auf (kaum befahrenen) Strässchen gibt es auch ausserhalb des Siedlungsgebiets.

Am Sarnersee lässt sich praktisch während des ganzen Jahres wandern. Am schönsten aber ist die Tour vom Obwaldner Hauptort Sarnen nach Giswil im Frühling, wenn die Natur erwacht, die Bäume spriessen und die Wiesen blühen. Vom Bahnhof Sarnen gelangt man durch den alten Ortskern zur Sarner Aa. Der Uferweg führt direkt dem Wasser entlang zum See, danach auf Quartiersträsschen hangwärts. Auf einer vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Erschliessungsstrasse geht es sanft aufsteigend weiter Richtung Südwesten. Die Sicht öffnet sich zusehends: Über den See hinweg blickt man zu den Sachsler Bergen, die vom Kleinen und Grossen Melchtal gegliedert werden.
Nach einer Weile geht der Hartbelag in einen Naturweg über, der in den Wald führt, einen Wildbach quert und danach in leichtem Auf und Ab abwechslungsweise über offenes Gelände und durch Wäldchen verläuft. Zwischendurch wechselt die Routenoberfläche wieder auf Hartbelag. Die Aussicht weitet sich noch mehr: Über den Brünig hinweg erblickt man mit der Wellhorngruppe und dem Rosenlauigletscher eine der faszinierendsten Gebirgsformationen der Berner Hochalpen.
Die Mattacherkapelle eignet sich bei jedem Wetter für eine kurze Rast: Der Eingangsbereich des schlichten, schmucklosen Bauwerks ist als wind- und regengeschützte Nische mit Sitzbank ausgestaltet. Der Abstieg zum Sarnersee führt durch das Naturschutzgebiet Usser Allmend–Schwerbachried, das von der breiten Schneise des Steinibachs durchfurcht wird. Vom Campingplatz an verläuft der Wanderweg zunächst dem Strässchen entlang, später auf einem schönen Kiesweg. Dem Dreiwässerkanal entlang gelangt man praktisch direkt zum Bahnhof Giswil.