Und jetzt? Einfach wandern!

Bewegung in der freien Natur ist gesund und wohltuend. In diesem speziellen Winter, der uns bevorsteht, gilt das noch mehr als sonst. Gedränge auf Pisten und in engen Seilbahnkabinen möchten die meisten jetzt vermeiden. Damit schlägt die Stunde des Wanderns. In einem Interview mit dem "Drogistenstern" berichte ich, wie aus der einstigen Sommer- eine Ganzjahresaktivität geworden ist, worauf man bei der Vorbereitung einer winterlichen Wanderung besonders achten sollte - und empfehle einige Routen für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Fern vom Creux d'Instagram

Auch wenn der Creux du Croue eine imposante Senke ist – mit dem weit bekannteren und viel mächtigeren Schlund des Creux du Van kann er es kaum aufnehmen. In einer Hinsicht vermag der grosse Neuenburger Bruder seinem Waadtländer Pendant allerdings nicht das Wasser zu reichen: Während einem dort oft Dutzende Instagram-Jünger auf den Füssen herumtrampeln, die von gnadenlosen Influencern getrieben sind und blindwütig durch die Gegend followen, lässt sich hier unverfälschter und einsamer Naturgenuss finden.

Gras ennet dem Grat

Wasserscheiden bilden oft auch politische Grenzen – zwischen Gemeinden, Bezirken, Kantonen, ja Nationen. Doch es gibt Ausnahmen. Die Urner etwa verstanden es trefflich, ihre Weidegründe über den Klausen- oder auch den Surenenpass hinweg bis weit in die Täler ihrer Nachbarn auszuweiten. Einen ähnlichen Fall scheint es im Berner Oberland zu geben: Das Dorf Oberried ...

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Hallo? Hallo!?!

Wald, nichts als Wald gibt es im Valle Morobbia bei Bellinzona. Dazwischen hat es ein paar kleine Maiensässe. Eines davon heisst Monti di Verona. Es besteht aus drei, vier Gebäuden, die als Ferienhäuschen genutzt werden. Und dann gibt es dort noch eine Telefonkabine, leer, ohne Anschluss, berührend in ihrer Zwecklosigkeit. Das kuriose Objekt gibt es auf einer Rundwanderung ab Giubiasco zu entdecken.

Klang der Stille im Wald

Die Massnahmen zur Einschränkung der Pandemie haben vieles langsam und ruhig werden lassen. Am eindrücklichsten ist die Stille draussen in der Natur. Keine Flugzeuge dröhnen, kaum Autos und Motorräder sind zu hören. Dafür kann man dem Zwitschern der Vögel, dem Summen unzähliger Insekten und dem Gurgeln der Bäche lauschen. Eine kleine Impression aus dem Taanwald bei Rüeggisberg.

Paranoia in Visp

Im Wallis fürchtet man sich neustens vor Wanderern. Als ich kürzlich die Route Visp-Brig rekognoszierte, fotografierte ich wie gewohnt den Wegweiser am Ausgangspunkt. Fünf Minuten später fuhr die Polizei vor und bat um meinen Ausweis. Es habe «in letzter Zeit» etliche Einbrüche gegeben und jemand habe befürchtet, ich würde potenzielle Ziele fotografieren...

Lockdown im Flughafen

Die irrste Wanderung der Schweiz kann man in Kloten unternehmen: Die gut vierstündige Tour führt rund um den Flughafen Zürich. Sie verbindet krasse Gegensätze: Hier die völlig zubetonierte Landschaft bei den Terminals, dort idyllische Trockenwiesen, Auenwälder und Sümpfe am Rand des Pistengebiets. Die Rekognoszierung unternahm ich während des Coronavirus-bedingten Lockdowns. Wo sonst ...

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Im Schoss der Erde

Für eine Reportage zum Thema «Am Abgrund» machten wir uns auf den Weg zur Crevasse im Unterwallis. Doch ehe wir den Gipfel erreichten, um aus der Höhe ins Tal der Dranse hinunterzuschauen, ging es zuerst einmal in die Tiefe. Der Aufstieg von Chemin-Dessus zum Col des Planches verläuft auf dem Themenweg «Grandes Férondes», der wiederum ein Teil des Lehrpfads «Sentier des Mines» ist. In der Gegend wurde bis zum Zweiten Weltkrieg ...

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Das Flederhaus

«Wollen Sie nicht ein schönes Haus fotografieren statt diese Bruchbude?» fragt mich ein älterer Mann, als ich in Wegenstetten die Kamera zücke und die Alte Trotte fotografieren will. Das Gebäude wurde 1804 als Gasthaus erbaut, später als Bauernhaus genutzt, verlotterte zusehends und stand seit 15 Jahren leer. Dann wurde es von Pro Natura erworben und

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