Klang der Stille im Wald

Die Massnahmen zur Einschränkung der Pandemie haben vieles langsam und ruhig werden lassen. Am eindrücklichsten ist die Stille draussen in der Natur. Keine Flugzeuge dröhnen, kaum Autos und Motorräder sind zu hören. Dafür kann man dem Zwitschern der Vögel, dem Summen unzähliger Insekten und dem Gurgeln der Bäche lauschen. Eine kleine Impression aus dem Taanwald bei Rüeggisberg.

Paranoia in Visp

Im Wallis fürchtet man sich neustens vor Wanderern. Als ich kürzlich die Route Visp-Brig rekognoszierte, fotografierte ich wie gewohnt den Wegweiser am Ausgangspunkt. Fünf Minuten später fuhr die Polizei vor und bat um meinen Ausweis. Es habe «in letzter Zeit» etliche Einbrüche gegeben und jemand habe befürchtet, ich würde potenzielle Ziele fotografieren...

Lockdown im Flughafen

Die irrste Wanderung der Schweiz kann man in Kloten unternehmen: Die gut vierstündige Tour führt rund um den Flughafen Zürich. Sie verbindet krasse Gegensätze: Hier die völlig zubetonierte Landschaft bei den Terminals, dort idyllische Trockenwiesen, Auenwälder und Sümpfe am Rand des Pistengebiets. Die Rekognoszierung unternahm ich während des Coronavirus-bedingten Lockdowns. Wo sonst ...

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Im Schoss der Erde

Für eine Reportage zum Thema «Am Abgrund» machten wir uns auf den Weg zur Crevasse im Unterwallis. Doch ehe wir den Gipfel erreichten, um aus der Höhe ins Tal der Dranse hinunterzuschauen, ging es zuerst einmal in die Tiefe. Der Aufstieg von Chemin-Dessus zum Col des Planches verläuft auf dem Themenweg «Grandes Férondes», der wiederum ein Teil des Lehrpfads «Sentier des Mines» ist. In der Gegend wurde bis zum Zweiten Weltkrieg ...

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Das Flederhaus

«Wollen Sie nicht ein schönes Haus fotografieren statt diese Bruchbude?» fragt mich ein älterer Mann, als ich in Wegenstetten die Kamera zücke und die Alte Trotte fotografieren will. Das Gebäude wurde 1804 als Gasthaus erbaut, später als Bauernhaus genutzt, verlotterte zusehends und stand seit 15 Jahren leer. Dann wurde es von Pro Natura erworben und

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«Fort damit»: Fortschritt in Schwyz

Oje, diese schlimmen Berner. Wie die Vampire saugen sie ihren Miteidgenossen den Finanzausgleich aus der Tasche und verplempern die Kohle für allerlei unnötigen Quatsch. Zum Beispiel für ein flächendeckendes und leistungsfähiges Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln. Was für ein Luxus, wenn Wanderer im Halbstundentakt nach Innertkirchen, Stechelberg oder Grindelwald fahren können. Die Sache lässt sich nämlich auch ganz anders bewerkstelligen.

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Begegnungen im Puschlav

Dem Licht des Südens und einigen interessanten Menschen begegneten wir auf einer Recherche-Tour im Puschlav. So zeigte mir Wanderleiter und Bergführer Romeo Lardi das wunderschöne Val dal Saent. Lardi lebt in Le Prese im Talboden und erzählte von einem Lago di Le Prese. Als er meinen verständnislosen Blick bemerkte, erklärte er, auf den Landeskarten heisse das Gewässer fälschlicherweise Lago di Poschiavo. Ein wahrer Lokalpatriot! Zu Le Prese gehört auch der Weiler Canton, den ausgedehnte Blumen- und Kräuterfelder umgeben. Im Puschlav ist der Anteil an Bio-Produktion so hoch wie nirgends sonst in der Schweiz; neun von zehn Bauern verzichten auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel.

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Sommerhitze am Kältepol

Wenn man’s nicht wüsste, dass man im Jura ist, bräuchte man bloss die Speisekarte der Dorfbeiz zu konsultieren. In der Auberge «Au Loup Blanc» empfehlen sie Froschschenkel. Auf der anderen Seite des Dorfplatzes, neben der Kirche, hängt am Gemeindehaus eine Temperaturanzeige. «+18» heisst es dort an diesem Frühsommermorgen. Auch am Kältepol der Schweiz (wo es im Winter gut und gerne minus 30 oder noch kühler werden kann) ist heute ein heisser Tag zu erwarten.

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