Über die Hügelwellen des Entlebuchs hinweg sieht man vom Napf zur Pilatuskette.

Wanderung Bramboden-Napf-Romoos

Luzerner Wege zur Emmentaler Aussicht

  • Bramboden

  • Stächelegg

  • Napf

  • Holzwegen

  • Romoos


REGION: Zentralschweiz
MARSCHZEIT: 5 h
AUFSTIEG: 660 m
TIEFSTER PUNKT: 792 m
VERPFLEGUNG: Berghotel Napf
ANREISE: Mit dem Postauto nach Bramboden/Kirchplatz
MERKMALE: Höhenweg / Aussichtsberg
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 15,4 km
Abstieg: 920 m
Höchster Punkt: 1407 m
Ideale Jahreszeit: Anfang Mai bis Ende November
Rückreise: Ab Romoos/Post mit dem Postauto
   

Aus der Ferne zeigt sich der Napf als unscheinbarer Hügel. Doch denen, die ihn besteigen, bietet er eine grossartige Gipfelsicht. Viele Wege führen zum Aussichtspunkt an der bernisch-luzernischen Grenze. Die Route ab Bramboden und nach Romoos bietet faszinierende Einblicke in die Hügelwelt von Entlebuch und Emmental. Abgesehen von einigen Hartbelagsabschnitten beim Abstieg meist Naturbelag.

Den Napf als Berg zu bezeichnen, ist etwas gewagt. In eher unscheinbarer Weise überragt er die umliegenden Hügel des Emmentals und des Entlebuchs um ein paar Dutzend Meter. Doch wer auf seiner flachen Graskuppe steht und die weite Sicht zu den Voralpen und zur Gipfelkette der Zentralschweizer Alpen und der Berner Hochalpen geniesst, empfindet ein Gipfelgefühl, wie es einem eben nur ein «richtiger» Berg vermitteln kann.
Ein Blick auf die Wanderkarte zeigt, dass der Napf geradezu sternförmig mit Wanderwegen erschlossen ist. Während Berner Wanderern die Aufstiege ab Wasen, Lüderenalp, Fankhaus und Trub vertraut sind, nutzen Luzerner Ausflügler eher Routen ab Ausgangspunkten wie Luthernbad, Menzberg, Romoos und Bramboden. Ein Abstecher ins Luzernbiet lohnt sich aber auch für Ausflügler von der Berner Seite her.
Ausgangspunkt ist das Dörfchen Bramboden, das zur ausgedehnten Gemeinde Romoos gehört. Die eigenwillige topografische Gestaltung des Napfberglandes mit den vielen tief eingeschnittenen Gräben, bewaldeten Steilhängen und schmalen, langgezogenen Eggen hat dazu geführt, dass Romoos auch das «Centovalli des Kantons Luzern» genannt wird. Vom schmucken Kirchlein in Bramboden geht es zunächst auf einem Strässchen, schon bald aber auf Kieswegen Richtung Westen an die Kantonsgrenze. Dort schwenkt der Wanderweg nach Norden.
Kurze Aufstiege wechseln nun mit längeren ebenen Partien ab, die schöne Ausblicke in die vielfältig strukturierte Landschaft des Napfgebiets gewähren. Über den Trimlegrat erreicht man die Stächelegg, wo sich ein eindrücklicher Tiefblick ins Änziloch bietet. Gemäss der Sage hausen hier böse Geister, die besonders zu Gewitterzeiten ihr Unwesen treiben. Nach einem letzten Anstieg gelangt man auf den Napf.
Der Rückweg führt zunächst zur Stächelegg zurück. Bei der Verzweigung etwa 100 m nach dem Bauernhaus schwenkt man nun aber links ab und gelangt nach einem kurzen Anstieg nach Ober Änzi. Über Holzwegen geht es in zuweilen recht steilem Abstieg ins Dorf Romoos hinunter.