Aussicht von der Gästele-Weide hinüber zu den Churfirsten

Winterwanderung Wildhaus-Gamplüt

Vor den sieben Bergen

  • Wildhaus

  • Gamplüt

  • Fros

  • Gamplüt

  • Wildhaus


REGION: Ostschweiz
MARSCHZEIT: 3 h
AUFSTIEG: 350 m
TIEFSTER PUNKT: 1093 m
VERPFLEGUNG: Berghaus Gamplüt
ANREISE: Mit dem Postauto nach Wildhaus/Dorf
MERKMALE: Rundwanderung / Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: W1 Winterwandern
Streckenlänge: 7,9 km
Abstieg: 350 m
Höchster Punkt: 1437 m
Ideale Jahreszeit: Dezember bis März
Rückreise: Ab Wildhaus/Dorf mit dem Postauto
   

Am Sonnenhang von Wildhaus verläuft diese reizvolle Winterwanderung. Unterwegs geniesst man eine schöne Aussicht ins Toggenburg und fantastische Blicke zu den sieben Gipfeln der Churfirsten. Die Route lässt sich entweder als Rundwanderung ausführen oder mit einer Schlittenabfahrt abschliessen.

Ausgangspunkt der winterlichen Wanderung ist die Passhöhe zwischen dem Toggenburg und dem Rheintal, mithin also der höchste Punkt des langgezogenen Siedlungsgebiets von Wildhaus. In einem grossen Bogen an der reformierten und der katholischen Kirche vorüber erreicht man die wenig befahrene, im Winter weiss geräumte Steinrütistrasse. Dieser folgt man auf einer Länge von rund anderthalb Kilometern. Dabei hält man sich stets geradeaus und ignoriert die verschiedenen gelben Wanderweg-Abzweigungen.
Nach den letzten Wohnhäusern geht die Strasse in einen gepfadeten Winterwanderweg über, der in mässigem Anstieg weiterhin talauswärts führt. Mehr und mehr weitet sich die Sicht auf das Tal der jungen Thur und hinüber zu den Churfirsten. Gleichzeitig nimmt die Landschaft einen zusehends alpinen Charakter an: Verschneite Weiden und lockere Bestände von mächtigen Tannen bilden ein anmutiges Mosaik. Da und dort stehen einzelne Scheunen und Ställe, deren Fassaden mit sonnengegerbten Holzschindeln gedeckt sind.
Auf der Gästele-Weide beschreibt die Route einen weiten Bogen. Jetzt rückt die schroffe Schafbergwand ins Blickfeld, während man gegen Osten die Gipfel von Liechtenstein und Vorarlberg erblickt. Weiterhin aufsteigend erreicht man die Rossegg, wo sich plötzlich und überraschend der Säntisgipfel zeigt. Nach einer letzten Kurve erreicht man das Berghaus Gamplüt. Das grosse Windrad neben dem Gebäude und die ausgedehnten Solarpanels zeugen davon, dass hier der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen ein hoher Stellenwert beigemessen wird. Die Seilbahn, die vom Tal herauffährt, gilt weltweit als einzige vollständig solarbetriebene Gondelbahn.
Vom Berghaus lässt sich die Wanderung noch ein Stück fortsetzen bis zu den Alphütten von Fros. Dort laden zwei Aussichtsbänke zu einer Rast vor prachtvollem Panorama ein. Je nach Schneeverhältnissen wird diese Strecke jedoch nicht immer umgehend präpariert. Da es sich aber gleichzeitig um eine signalisierte Schneeschuhroute handelt, besteht dennoch meist eine gangbare Spur. Die Rückkehr nach Gamplüt erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg.
Für den Abstieg ab Gamplüt nach Wildhaus nutzt man entweder die Aufstiegsroute oder den direkten und deshalb kürzeren, aber auch steileren Weg via Egg. Daneben gibt es noch eine spritzige Alternative: Neben dem Winterwanderweg führt nämlich auch eine Schlittelpiste talwärts. Holzschlitten, Airboards, Snowscooter oder Rennrodel können im Berghaus gemietet werden.