Am Caumasee bei Flims

Wanderung Flims-Caumasee-Crestasee

Wege im Wald und am Wasser

  • Flims

  • Caumasee

  • Conn

  • Crestasee


REGION: Graubünden
MARSCHZEIT: 2 h 50 min
AUFSTIEG: 210 m
TIEFSTER PUNKT: 830 m
VERPFLEGUNG: Restaurant Conn, Flims
ANREISE: Mit dem Postauto nach Flims/Promenada
MERKMALE: Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 10 km
Abstieg: 460 m
Höchster Punkt: 1104 m
Ideale Jahreszeit: Anfang Juni bis Mitte Oktober
Rückreise: Ab Felsbach-Crestasee mit dem Postauto
   

Baden und Wandern passen ausgezeichnet zusammen. Ein schönes Beispiel dafür ist die Wanderung durch den Flimserwald. Am Weg liegen zwei zauberhafte Bergseen. Die Route ist gleichzeitig als «Kulinarik-Trail» ausgestaltet; das Angebot verbindet die Wanderung mit einem mehrgängigen Menü. Ausserhalb des Siedlungsgebiets durchwegs Naturbelag.

Da braucht man weder Sandwich und Knabberzeug noch eine Trinkflasche in den Rucksack einzupacken: Beim «Kulinarik-Trail» ist die Verpflegung bereits sozusagen integriert. Das Angebot muss vorgängig gebucht werden, das Ticket berechtigt dann zu einem Mittagessen entlang der Route. Jeder der drei Gänge wird in einem anderen Restaurant serviert. Gleich zwei solche Trails gibt es in der Region Flims-Laax. Höher gelegen und länger ist die Variante «Berg und Sicht».
Kürzer und einfacher ist dagegen der Trail «Wald und Wasser». Der erste Gang wird gleich zu Beginn serviert: Von der Bushaltestelle Flims/Promenada folgt man einige Minuten der Hauptstrasse Richtung Laax, zweigt dann in die Via Sorts Sut ab und wird im Bistro Kaufmann-Frauen mit der Vorspeise bedient. Über die Quartierstrasse Rudi Dado gelangt man danach am Hotel Waldhaus vorüber zum Caumasee-Parkplatz. Anders als die offiziellen Wanderwege führt der Kulinarik-Trail nicht direkt zum See, sondern beschreibt zunächst eine Schleife via Campingplatz; der Abstieg führt eine Weile dem Waldrand entlang und erweist sich als lohnender kleiner Umweg.
Der Lag la Cauma (Caumasee) ist ein wunderschönes Juwel. In intensivem Türkis leuchtet seine Oberfläche und bildet damit einen reizvollen Kontrast zum umliegenden dunklen Fichtenwald. Die nördliche Seite des Sees ist eine umzäunte, parkähnliche Badeanlage mit Restaurant, Liegewiesen und Spielplätzen, das südliche, etwas steilere Ufer hingegen ist frei zugänglich.
Nach dem See folgt die einzige nennenswerte Aufstiegspassage der Route. Zunächst auf einem Kiessträsschen, später auf einem schmalen Pfad geht es durch urwüchsigen Bergwald aufwärts, bis man die Klippe am Rand der Ruinaulta erreicht. Der Ausblick in die mehrere hundert Meter tiefe Schlucht des Vorderrheins ist spektakulär. Der Hangkante entlang gelangt man in sanftem Abstieg zum Restaurant Conn, Spezialität des Hauses sind Trinser Birnenravioli; sie werden den Kulinarik-Trail-Wanderern als Hauptgang serviert. Von der nahen Aussichtsplattform «Il Spir» öffnet sich eine kolossale Rundsicht in die Ruinaulta.
Auf verschlungenen Waldwegen gelangt man sanft absteigend zum Lag la Cresta (Crestasee), dem zweiten Badesee an der Route, der sich vom Caumasee markant durch seine tiefgrüne Farbe unterscheidet. Im Restaurant Crestasee, das etwas oberhalb des Sees liegt, findet der Kulinarik-Trail mit dem Dessert (je nach Gusto gibt es eine Käseplatte, einen Eisbecher oder ein Stück Kuchen) seinen Abschluss. Über das Talflüsschen Flem hinweg gelangt man zur Postautohaltestelle an der Hauptstrasse.