Sonnenaufgang auf Rigi Kaltbad; Raureif und Nebel liegen über der Ebene.

Winterwanderung Rigi Scheidegg - Rigi Kaltbad

Winterliche Höhenwanderung auf königlichem Berg

  • Rigi Scheidegg

  • Hinterdossen

  • Unterstetten

  • First

  • Rigi Kaltbad


REGION: Zentralschweiz
MARSCHZEIT: 2 h 10 min
AUFSTIEG: 30 m
TIEFSTER PUNKT: 1431 m
VERPFLEGUNG: Diverse Gaststätten am Weg
ANREISE: Mit der Seilbahn ab Kräbel nach Rigi Scheidegg
MERKMALE: Familientauglich / Auch/nur im Winter / Höhenweg / Aussichtsberg
Schwierigkeit: W1 Winterwandern
Streckenlänge: 7,1 km
Abstieg: 230 m
Höchster Punkt: 1642 m
Ideale Jahreszeit: Dezember bis März
Rückreise: Ab Rigi Kaltbad mit Bahn oder Seilbahn
   

Auf breitem, gepfadetem Weg ohne nennenswerte Höhenunterschiede verläuft diese winterliche Höhenwanderung an der Rigi. Unterwegs geniesst man eine herrliche Aussicht zum Pilatus und zur Zentralschweizer Alpenkette. Obendrein begegnet man erstaunlichen Zeugen aus der Frühzeit des Tourismus.

Wer von Luzern aus den langgezogenen Rücken der Rigi betrachtet, mag sich wundern: Weshalb nur kamen die Altvorderen auf die Idee, diesen etwas gross geratenen Hügel ausgerechnet Mons Regina oder eben Rigi, das heisst «Königin der Berge», zu nennen? Doch wer oben auf dem langgezogenen Grat steht, der sich vom Kulm über First nach Scheidegg zieht, begreift rasch: Die Aussicht auf den in der Tiefe liegenden vielarmigen Vierwaldstättersee und auf den weiten Gipfelkranz dahinter ist ganz einfach majestätisch.
Das grossartige Panorama lässt sich wunderbar auf einer Höhenwanderung entlang dem Kamm von der Scheidegg nach Kaltbad auskosten. Von der Bergstation Rigi Scheidegg steigt man in wenigen Kehren zum Höhenweg, der auf der Südseite unterhalb der Station beginnt. Ein breites Trassee führt dem Hang entlang bis nach First. Einst verkehrte hier eine Eisenbahn. Sie erschloss ein mächtiges Grand-Hotel auf Rigi Scheidegg. Beide Zeugen aus der Pionierzeit sind längst verschwunden. Die Bahnlinie, die niemals rentierte, wurde in den dreissiger Jahren stillgelegt. Das Trassee dient seither den Wanderern im Sommer wie im Winter als bequemer Weg. Ein 70 m langer Tunnel sowie ein Viadukt erinnern noch an den ursprünglichen Zweck der Linie.
Unterwegs wechselt immer wieder das Panorama: In südlicher Richtung zeigt sich der Innerschweizer Gipfelkranz, im Nordosten ist der Rossberg zu sehen, von dem vor 200 Jahren ein zerstörerischer Bergsturz auf das Dorf Goldau niederdonnerte.
Bei First wechseln Aussicht und Routencharakter markant: Der Pilatus und das Luzerner Seebecken rücken ins Blickfeld; das verträumte Alpsträsschen geht in eine touristische Flaniermeile über. An Ferienhäuschen vorbei erreicht man die Bahnstation Rigi Kaltbad. Wer die Tour verlängern möchte, kann noch Richtung Rigi Staffel und Rigi Kulm weiterwandern (350 m Aufstieg). Krönender Abschluss des Wandertags ist eine winterliche Schifffahrt von Vitznau oder Weggis nach Luzern.