Zwischen Sasseneire (links) und Dent de Perroc (rechts der Bildmitte) ist auch die Dent d’Hérens zu sehen.

Schneeschuhtour Suen-Eison

Winterzauber im Val d’Hérens

  • Suen

  • Trogne

  • Eison


REGION: Wallis
MARSCHZEIT: 3 h 15 min
AUFSTIEG: 460 m
TIEFSTER PUNKT: 1428 m
VERPFLEGUNG: Café-restaurant Pas de Lona, Eison
ANREISE: Mit dem Postauto nach Suen/Sud
MERKMALE: Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: WT1 Schneeschuhtour
Streckenlänge: 6,7 km
Abstieg: 240 m
Höchster Punkt: 1772 m
Ideale Jahreszeit: Dezember bis März
Rückreise: Ab Eison/village mit dem Postauto
   

Winter abseits des Pistenrummels lässt sich im Val d’Hérens erleben. Mit seinen abschüssigen Flanken scheint das Walliser Seitental auf den ersten Blick kaum geeignet für Wanderungen im Schnee. Gleichwohl lässt sich von Suen nach Eison unbeschwert und ohne grosse Höhendifferenzen wandern.

Zermatt, Saas Fee, Verbier – die Skigebiete in den südlichen Seitentälern des Wallis gehören zu den grössten der Schweiz. Zwischen den weltbekannten Wintersportdestinationen liegt das Val d’Hérens. Auch hier hat es Pisten, etwa in Evolène, doch ihr Netz ist weit weniger umfangreich. Dazwischen gibt es auf weiten Strecken winterliches Brachland. Die steilen Hänge sind hauptsächlich die Domäne von Gämsen und anderen Wildtieren.
Still und unspektakulär ist der Winter auf dem Gebiet der weitläufigen Gemeinde St-Martin. Die Gegend ist dünn besiedelt, zwischen den kleinen Dörfern gibt es viel leeren Raum – verschneites Weideland, über das hinweg man ungehindert zu den umliegenden Bergen sieht.
Das Tal verfügt über ein ansprechendes Angebot von Winterwander- und Schneeschuhrouten. Der Unterschied zwischen den beiden Kategorien ist allerdings, wie in der Westschweiz üblich, nicht scharf gezogen, sondern vage und verschwommen. Wer als Winterwanderer maschinell gepfadete Strecken erwartet, wird mehrheitlich enttäuscht sein: Die Wege durch den Weg entstehen hier in der Regel, indem sie begangen werden. In diesem Sinne sind es die Schneeschuhläufer, die vorspuren; die Winterwanderer können dann ihr Trassee nutzen.
Auch in Sachen Signalisation sollte man nicht zu viel erwarten. Bei den Haltestellen der Postautos sind einzig die Sommerrouten angegeben (gelbe Signalisation). Bei grösseren Parkplätzen im Tal findet man hingegen kleine pinkfarbige Täfelchen. Auch zwischendurch, insbesondere bei Routenverzweigungen, gibt es vereinzelt (aber nicht konstant) rudimentäre Hinweise zum Streckenverlauf.
Um die vorliegende Route zu beschreiten, hält man sich daher am besten an die Karte bzw. ans GPS. Wer nach Schneefällen über die Fussgängertauglichkeit der Strecke im Zweifel ist, packt sicherheitshalber Schneeschuhe ein. Die Wanderung verläuft vom Dörfchen Suen an zunächst über offenes Gelände taleinwärts. Oberhalb von St-Martin führt sie hinüber nach Trogne, wo die Talstrasse überquert wird. Im Wald gelangt man anfänglich ebenen Wegs, später dann mässig ansteigend nach Eison. Hier empfiehlt sich eine Zusatzschlaufe zu den Mayens d’Eison. Sie bietet eine schöne Sicht in den Talhintergrund, in dessen Gipfelpanorama sich mit der Dent d’Hérens sogar ein Viertausender einreiht.