Von Findeln/Eggen geniesst man eine prächtige Sicht zum Matterhorn.

Winterwanderung Zermatt-Tufteren

Zur sonnigsten Ecke von Zermatt

  • Zermatt

  • Findeln

  • Sunnegga

  • Tufteren

  • Sunnegga


REGION: Wallis
MARSCHZEIT: 4 h 15 min
AUFSTIEG: 760 m
TIEFSTER PUNKT: 1604 m
VERPFLEGUNG: Bergrestaurant Tufternalp
ANREISE: Mit der Bahn nach Zermatt
MERKMALE: Rundwanderung / Auch/nur im Winter / Höhenweg
Schwierigkeit: W1 Winterwandern
Streckenlänge: 9,2 km
Abstieg: 90 m
Höchster Punkt: 2270 m
Ideale Jahreszeit: Dezember bis März
Rückreise: Ab Sunnegga mit der Standseilbahn nach Zermatt
   

Zwei lohnende, aber etwas kurze winterliche Wanderungen in Zermatt lassen sich perfekt zu einer interessanten und abwechslungsreichen Tagestour. Die Route über Sunnegga nach Tuferen führt erst durch Wald und über verschneites Weideland aufwärts, durchquert zwischendurch das Skigebiet und verläuft danach als Höhenweg durch einen verwunschenen Arvenwald.

Der Name passt: Eine der sonnigsten Ecken von Zermatt heisst «Sunnegga». Die Aussichtskanzel hoch über dem Dorf ist Ausgangspunkt einer aussichtsreichen winterlichen Höhenwanderung nach Tufteren, die nur einen kleinen Nachteil hat: Sie ist etwas kurz. Doch das lässt sich entschärfen, wenn man sie mit dem Aufstieg ab Zermatt über Findeln nach Sunnegga kombiniert.
Vom Bahnhof Zermatt wandert man einige Minuten auf der Bahnhofstrasse dorfeinwärts, schwenkt dann in die schmale Hofmattstrasse ein und erreicht auf dieser den Talfluss Vispa. Auf dessen anderer Seite steigt man am Hotel Beausite vorüber auf einem Strässchen den Hang hoch und gelangt am Ende der Skipiste vorbei auf den sogenannten «AHV-Weg». Es ist kein Witz, der Winterwanderweg heisst tatsächlich so. Wahrscheinlich stammt die Bezeichnung aus einer Zeit, als man sich über Winterwanderer und Spaziergänger noch lustig machte.Sie hat sich als eine Art Selbstläufer bis heute erhalten.
Auf dem gepfadeten Weg geht es anfänglich in mässigem Anstieg weiter aufwärts – der Zielgruppe gemäss ist die Strecke mit dicken Hanfseilen ausgestattet, die bei rutschigem Boden als Geländer dienen. Danach führt die Route ebenen Wegs taleinwärts, bis man das Trassee der Gornergrat-Bahn erreicht. Hier folgt man dem ebenfalls gepfadeten Weg, der vorerst in etlichen Zick-Zack-Kurven hangaufwärts nach Findeln führt.
Im Sommer ist der Abschnitt Teil des sogenannten «Gourmetwegs», und auch im Winter muss man hier nicht darben. Im Alpweiler Ze Gassen befinden sich die ersten Restaurants, etwas höher beim Stafel Eggen folgen weitere Gaststätten. Die Winterwanderroute kreuzt in diesem Bereich mehrmals Skipisten.
Etwas unübersichtlich ist die Situation im Bereich der Talstation des Leisee-Shuttles. Der Winterwanderweg führt hier auf dem eher schmalen, aber nur ein geringes Gefälle aufweisenden Trassee der Skipiste hinauf zur Bergstation der Sesselbahn Eisfluh. Dort geht es entlang einer blau markierten Skipiste gleich wieder sanft abwärts bis zum Waldrand, wo der Winterwanderweg nach Tufteren beginnt. Dieser verläuft auf einem breiten Trassee ohne nennenswerte Höhendifferenzen talauswärts.
Mächtige alte Arven säumen die Route. Etwa in der Mitte gilt es nochmals eine Skipiste zu überqueren, sonst bewegt man durchwegs ausserhalb des Skigebiets. Im Bergrestaurant Tufteren empfiehlt sich aufgrund der hausgemachten Kuchen eine Einkehr. Der Höhepunkt der Tour folgt ganz am Schluss: Auf gleicher Route gelangt man von Tufteren zurück nach Sunnegga; jetzt hat man zwischen den Bäumen hindurch immer wieder grossartige Ausblicke auf die markante Felspyramide des Matterhorns. Am Ziel Sunnegga gelangt man durch einen Stollen direkt zur unterirdischen Standseilbahn, die nach Zermatt fährt, oder zum Lift, der einen zum einige Meter höher liegenden Berggasthaus Sunnegga führt.