Urwüchsige Natur- und Kulturlandschaft am Weg von Chrizacher nach Vogelturm

Wanderung Grengiols-Bister

Mikrogemeinde im Rhonetal

  • Grengiols

  • Zenhäusern

  • Bister

  • Vogelturm

  • Station Betten


REGION: Wallis
MARSCHZEIT: 2 h 30 min
AUFSTIEG: 330 m
TIEFSTER PUNKT: 829 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit der Bahn nach Grengiols
MERKMALE:
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 7,1 km
Abstieg: 390 m
Höchster Punkt: 1149 m
Ideale Jahreszeit: Anfang Mai bis Mitte November
Rückreise: Ab Station Betten mit der Bahn
   

Leichte Wanderung am südlichen Talhang der Rhone. Die Route führt durch Bister, eine der kleinsten Gemeinden der Schweiz. Hartbelagsabschnitte auch ausserhalb des Siedlungsgebiets.

Dass der Pfarrer in früherer Zeit in Dörfern eine nicht unbedeutende Position einnahm, ist allgemein bekannt. Die Rolle jedoch, die Gregor Mathier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Walliser Bergdorf Grengiols spielte, stellt übliche Leistungen allerdings weit in den Schatten. Gemäss einer Gedenktafel beim Eingang zur Dorfkirche war Hochwürden nicht nur Initiant und Erbauer der Pfarrkirche, des Konsums und der Bäckerei sowie des neuen Schulhauses, sondern auch Gründer und Förderer des Kirchenchors, der Krankenkasse, der Viehversicherung, der lokalen Ersparniskasse, der Poststelle und der Sennereigenossenschaft – also ein Hansdampf in unglaublich vielen Gassen.
Das Gotteshaus liegt an der Wanderroute, die von der Bahnstation Grengiols ins Dorfzentrum und von dort erst auf einem alten Landwirtschaftsweg zum Ortsteil Bädel führt. Auf einer Asphaltstrasse gelangt man hinüber zum Weiler Zenhäusern (auf den Wegweisern in kernigem Walliserdeutsch als «Ze Hiischere» bezeichnet) und steigt danach über Bergwiesen zur Häusergruppe Binnelti hinauf.
In leichtem Auf und Ab geht es nun zuerst durch den Wald, danach erreicht man nach kurzem Abstieg das Dörfchen Bister. Mit rund 30 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die gleichnamige Gemeinde die kleinste des Kantons Wallis und die zweitkleinste der Schweiz. Das Dorf war im 19. Jahrhundert stark von der Abwanderung nach Amerika betroffen; gemäss den Annalen emigrierten allein im Jahre 1856 25 Personen.
Der Abstieg zurück ins Rhonetal führt zunächst in mässig steilem Abstieg durch heckengesäumtes Weideland. Im Weiler Chrizacher folgt die Wanderroute in mehreren Kehren der Strasse, um dann am Waldrand ostwärts abzuzweigen. Kaum merklich steigt der schmale Flurweg in Richtung Vogelturm an. Von dort geht es steil hinunter zur Station Betten der Matterhorn-Gotthard-Bahn.