Schlichte Schönheit: Die Stalenkapelle im Blinnental (links); von der Sonne gegerbte Holzhäuser in Reckingen.

Wanderung Reckingen-Salzgäbi

Auf dem Erlebnispfad Reckingen-Gluringen

  • Reckingen

  • Salzgäbi

  • Niwi Hütte

  • Reckingen


REGION: Wallis
MARSCHZEIT: 2 h 30 min
AUFSTIEG: 370 m
TIEFSTER PUNKT: 1302 m
VERPFLEGUNG: Restaurant Joopi, Reckingen
ANREISE: Mit der Bahn nach Reckingen
MERKMALE: Rundwanderung / Themenweg / Familientauglich
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 7,1 km
Abstieg: 370 m
Höchster Punkt: 1631 m
Ideale Jahreszeit: Anfang Juni bis Ende Oktober
Rückreise: Ab Reckingen mit der Bahn
   

Reiche Kontraste auf kurzer Distanz bietet die Rundwanderung von Reckingen ins Blinnental. Ein Teil der Strecke verläuft auf dem «Erlebnispfad Reckingen-Gluringen». Ausserhalb des Siedlungsgebiets durchwegs Hartbelag.

Beim Bahnhof Reckingen überquert man die Gleise der Matterhorn-Gotthard-Bahn und den Rotten, die junge Rhone. In der restaurierten alten Dorfsägerei ist ein winziges Kino eingerichtet, in dem fortlaufend Kurzfilme aufgeführt werden, die über Bräuche und Kultur der Gegend informieren. Hier beginnt auch der Erlebnispfad Reckingen-Gluringen. Der Themenweg weist 16 Stationen auf, an denen auf Tafeln allerlei Wissenswertes über Natur, Landwirtschaft und Baukultur des oberen Goms vermittelt wird.
Der Blinne entlang bachaufwärts führt die Route zunächst ebenen Wegs durch flachen Auenwald und über blumenreiches Wiesland. Dann lässt man den Talboden unter sich und steigt auf einem breiten, sich wunderschön in den Hang schmiegenden Kreuzweg langsam zur Stalenkapelle hoch. Nach der Sage träumte ein Dorfbewohner einst drei Nächte hintereinander von einer Stelle im Wald, wo sich ein Schatz befinde; als er nachsah, wurde er tatsächlich fündig, worauf er aus Dankbarkeit an besagter Stätte das Gotteshaus errichten liess.
In mässigem Aufstieg geht es weiter taleinwärts bis zur Salzgäbi. Dort wird die Blinne überquert. Auf einem schmalen Pfad gelangt man in steilem Aufstieg durch urwüchsigen Bergwald zur Niwi Hitte. Die Landschaft weist hier einen ungewöhnlich diffusen Charakter auf: Sie ist weder Wald noch Weide, sondern beides zugleich. Auf solchen Waldweiden liess man früher das Vieh grasen, ohne dass dadurch die Schutzfunktion des Waldes beeinträchtigt wurde.
Auch der Abstieg zurück ins Rottental verläuft im Wald, doch zwischendurch gestatten Lücken zwischen den Bäumen immer wieder schöne Tiefblicke in den Talboden und zur gegenüberliegenden Kette von grünen Hügeln und Berggipfeln. Im Naturschutzgebiet Matte erreicht man den Rotten. Der Erlebnispfad setzt sich hier Richtung Gluringen fort, verläuft aber auf dieser zweiten Hälfte praktisch durchwegs auf Hartbelag. Deshalb ist es lohnender und angenehmer, die Wanderung auf dem Rottenuferweg abzuschliessen. Dieser führt zuerst zum Campingplatz und danach zurück zur Rottenbrücke und an den Bahnhof Reckingen.