Der Mundbach sprudelt im Gredetschtal munter in die Tiefe.

Wanderung Mund-Gredetschtal

Schnurgerade ins Gredetschtal

  • Mund

  • Mundchi

  • Strick

  • Mundchi

  • Mund


REGION: Wallis
MARSCHZEIT: 3 h 25 min
AUFSTIEG: 560 m
TIEFSTER PUNKT: 1168 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit dem Postauto nach Mund/Dorf
MERKMALE: Rundwanderung / Am Wasser
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 10,2 km
Abstieg: 560 m
Höchster Punkt: 1650 m
Ideale Jahreszeit: Mitte Mai bis Ende Oktober
Rückreise: Ab Mund/Dorf mit dem Postauto
   

Das Gredetschtal weit oberhalb von Brig ist eine wundervolle, intakte Naturlandschaft. Zwischen Schafweiden und Lärchenwäldchen schäumt und sprudelt der Mundbach in die Tiefe. Steile Felshänge und schneegekrönte Berggipfel umgrenzen das Tal. Ein Bergwanderweg (ausschliesslich Naturbelag) führt mitten hinein in dieses zeitlose Idyll.

Hoch über dem Rhonetal, am Sonnenhang nördlich von Brig, liegt das Dorf Mund – der einzige Ort in der Schweiz, an dem in grösserem Stil Safran angebaut wird. Das erlesene Gewürz ist so kostbar, dass es teurer als Gold gehandelt wird. Hinter dem Dorf befindet sich der Eingang zum Gredetschtal. Seinen Namen verdankt dieses Tal der pfeilgeraden Linie, in der es von Norden nach Süden verläuft.
Das Gredetschtal wartet mit etwas auf, das heute selten und deshalb ausgesprochen reizvoll ist. Dort oben gibt es nämlich, abgesehen von ein paar Schafherden und zwei, drei gedrungenen Schutzhütten, ganz einfach nichts. Und Nichts ist gleichbedeutend mit Stille, Weite, Luft und Landschaft. Das Mobiltelefon kann man getrost ausschalten, denn das Tal liegt in einem der letzten Funklöcher der Schweiz; weil der Bach so herrlich rauscht, würde man den Klingelton ohnehin nicht hören.
Ein schöner Bergwanderweg erschliesst dieses stille und reizvolle Tal. Er beginnt im Dorf, führt zuerst zum Mundchi und von dort dem Mundbach entlang stracks ins Tal hinein. Wie das Tal, so verläuft auch der Weg, nämlich ebenfalls praktisch in gerader Linie. Allerdings bedeutet «geradeaus» nicht dasselbe wie «ebenen Wegs». Auf dem ersten Teilstück durch ein Erlenwäldchen geht es nämlich ebenso zügig aufwärts wie danach über die Schafweiden des Üssers Senntums. Anschliessend verläuft der Weg weniger steil, zuweilen fast flach, weiter zum Stafelbode und nach Strick.
Dort, wo sich Steinbock und Murmeltier gute Nacht sagen, endet die signalisierte Route. Wer noch nicht genug hat, kann auf Viehpfaden weitere drei Kilometer taleinwärts wandern. In einem wilden Kessel am Fusse des Nesthorns, auf 2000 m Höhe, verlieren sich die letzten Wegspuren im alpinen Nirwana. Der Weg zurück ins Diesseits verläuft auf gleicher Route, jedenfalls bis Mundchi. Von dort kann statt nach Mund auch nach Birgisch gewandert werden (dieser Abschnitt weist Schwierigkeitsgrad T3 auf); das Nachbardorf liegt ebenfalls an der Postautolinie, die Mund mit Brig verbindet.