Am Bisse de Clavau, Blick Richtung Oberwallis

Wanderung Sion - St-Léonard

Auf Höhenwegen zu einem unterirdischen See

  • Sion

  • Bisse de Clavau

  • St-Léonard


REGION: Wallis
MARSCHZEIT: 2 h 10 min
AUFSTIEG: 200 m
TIEFSTER PUNKT: 491 m
VERPFLEGUNG: Buffet de la Gare, St-Léonard
ANREISE: Mit der Bahn nach Sion
MERKMALE: Auch/nur im Winter / Höhenweg
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 8 km
Abstieg: 190 m
Höchster Punkt: 659 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab St-Léonard mit der Bahn
   

Der Weg entlang dem Bisse de Clavau bietet eine leichte Höhenwanderung mit wunderbarer Aussicht auf das Rhonetal. Als Teilstück des «Chemin du vignoble» vermittelt die Route Informationen über Weinbau und Rebsorten im Wallis. Höhepunkt und Abschluss des Ausflugs bildet der Besuch des grössten unterirdischen Sees in Europa. Ausserhalb des Siedlungsgebiets durchwegs Naturbelag.

Das Unterwallis weist für Schweizer Verhältnisse ein überdurchschnittlich mildes und sonniges Klima auf: An über 300 Tagen im Jahr scheint in der Kantonshauptstadt Sion die Sonne. Von solch günstigen Bedingungen profitieren die Landwirtschaft und besonders der Weinbau. Der sonnenverwöhnte Rebensaft von den Hängen des Rhonetals findet daher bei Kennern besonderen Zuspruch. Dem Thema Weinbau ist der «Chemin du Vignoble» («Weinweg») gewidmet, ein weinkundlicher Themenweg zwischen Martigny und Leuk.
Vom Bahnhof Sion durchquert man die Stadt in nördlicher Richtung; ein Besuch der malerischen Altstadt und des geschichtsträchtigen Planta-Platzes ist empfehlenswert. In gemächlichem Anstieg gelangt man am Friedhof und an der Hochschule HEVS (Haute école valaisanne) vorbei zum «Chemin du Vignoble».
Das Bächlein, das dem Hang entlang fliesst, ist vor alter Zeit von Menschenhand angelegt worden. Es handelt sich um den Bisse de Clavau, eine der traditionellen Walliser Suonen, mit denen bis heute bei Trockenheit der Boden gewässert wird. Auf konstanter Höhe verläuft die Route dem Bisse entlang durch die Rebberge. Wundervoll ist der Blick auf die grüne Ebene des Rhonetals und auf die dahinter liegenden Alpengipfel. Auf der Hangseite gibt es imposante, bis zu vier Meter hohe Trockensteinmauern zu bestaunen.
Bei Les Granges verlässt man den Bisse. Nach kurzem, steilem Abstieg erreicht man das Siedlungsgebiet der beiden zusammengewachsenen Dörfer Uvrier und St-Léonard. Zum Abschluss erwartet einen eine besondere Attraktion: Am nördlichen Dorfrand von St-Léonard befindet sich der grösste unterirdische See Europas. Das in einer zugigen Grotte liegende Gewässer kann von April bis November auf geführten Besichtigungstouren mit Ruderbooten befahren werden (lac-souterrain.com).