Die markante Kirche San Giovanni Battista prägt das Ortsbild von Mogno

Wanderung Mogno-Fusio

Juwel zuhinterst im Maggiatal

  • Mogno

  • Fusio

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REGION: Tessin
MARSCHZEIT: 1 h 20 min
AUFSTIEG: 180 m
TIEFSTER PUNKT: 1169 m
VERPFLEGUNG: Hotel Fusio, Fusio
ANREISE: Mit dem Postauto nach Mogno/Paese
MERKMALE: Rundwanderung
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 3,8 km
Abstieg: 180 m
Höchster Punkt: 1290 m
Ideale Jahreszeit: Anfang Mai bis Mitte November
Rückreise: Ab Mogno/Paese mit dem Postauto
   

Im Val Lavizzara, ganz hinten im Maggiatal, liegt der Weiler Mogno. Mit einer von Mario Botta konzipierten Kapelle birgt er ein einzigartiges architektonisches Juwel. Deren Besuch lässt sich gut kombinieren mit einer leichten Rundwanderung ins Nachbardorf Fusio. Wenig Hartbelag.

Exakt 350 Jahre lang stand in Mogno eine kleine Barockkirche. Im Winter 1986 jedoch wurde sie zusammen mit mehreren Wohnhäusern, die glücklicherweise leer standen, von einer Lawine weggefegt. Als Ersatz entwarf der bekannte Tessiner Architekt Mario Botta einen modernen Kirchenbau in Form eines Steinzylinders mit abgeschrägtem Glasdach. Das Wechselspiel von hellem Marmor und dunklem Gneis prägt die markante Fassade. Der 1997 erneut Johannes dem Täufer (San Giovanni Battista) geweihte Neubau zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher von nah und fern an, die sich von der grossartigen Raumwirkung des Gebäudes und dem Kontrast der Farben und Formen bezaubern lassen.
Abgesehen von dem wunderschönen Sakralbau bietet Mogno keine Attraktionen oder Infrastruktur. Im Dörfchen gibt es einzig einige Ferienhäuser. Daher verbindet man den Besuch von Bottas Meisterwerk am besten mit einer kleinen Wanderung nach Fusio, wo es Restaurants und Läden gibt.
Wenige Schritte von der Kirche entfernt zweigt ein Strässchen hangwärts ab und führt in den Wald. In leichtem, doch anhaltendem Anstieg gelangt man ins Nachbardorf hinüber, wo die Maggia überquert wird. Auf der anderen Seite des Flüsschens geht es nach der Durchquerung des Dorfkerns wieder talauswärts. Das Gelände ist hier wesentlich wilder als auf der gegenüberliegenden Talseite. Der schmale Pfad verläuft stellenweise gar leicht ausgesetzt im Steilhang hoch über dem Flussbett. Das letzte Teilstück führt über den Piano della Reisa, eine nahezu flache Grasebene. Auf der Strassenbrücke geht es nochmals über die Maggia und zurück zum Ausgangspunkt Mogno.