
Wanderung Bargen SH - Schwarzer Stein
Ans Nordkap der Schweiz
Wanderzeit: 3 h 50 min
Schwierigkeitsgrad: T1 Wandern *
Saison: Ganzjährig begehbar
Der Schwarze Stein ist der nördlichste Grenzpunkt der Schweiz. Der Kanton Schaffhausen greift hier mit einer bewaldeten Spitze ins benachbarte deutsche Bundesland Baden-Württemberg aus. Auf der Rundwanderung «Nordspitze Panoramaweg» gelangt man dorthin. Das erste Drittel der Tour verläuft fast durchwegs auf Asphalt; der Naturbelagsanteil liegt insgesamt bei knapp 65%.
Detaillierte Routenbeschreibung
Das «Nordkap» der Schweiz liegt im Kanton Schaffhausen. Oberhalb des Dorfs Bargen steht der Schwarze Stein (oder der Schwarze Staa, wie er im örtlichen Dialekt genannt und entsprechend auch auf der Landeskarte bezeichnet wird). Dorthin verbrachte man früher Personen, die der Stadtstaat Schaffhausen loswerden wollte und in die Verbannung schickte.
Der Grenzstein befindet sich an unspektakulärer, ja trivialer Lage, nämlich an einer Ecke, die von drei Seiten von Wald umgeben ist; einzig gegen Osten öffnet sich die Sicht über Wiesenland hinweg zu den umliegenden Hügeln. Erreichbar ist der Schwarze Stein auf einer Rundwanderung mit Ausgangs- und Zielpunkt in Bargen, dem am weitesten im Norden gelegenen Dorf der Schweiz. Die Tour verläuft zu einem grossen Teil auf Feld- und Waldsträsschen, die teilweise asphaltiert sind. Damit würde sie sich durchaus auch für eine Biketour eignen. Das Teilstück zwischen Hoh Hengst und Bargen verläuft allerdings auf teilweise ziemlich steilem und schmalem Trassee und ist daher eher dafür prädestiniert, unter die Füsse genommen zu werden.
Unternimmt man die Runde im Gegenuhrzeigersinn, dann überquert man vom Bargener Dorfzentrum her kommend zunächst die Autobahn und gelangt am östlichen Dorfrand auf ein Strässchen, das sich kurvenreich zunächst dem Wald entlang und dann über Wiesenland den Hang hochzieht. Anfänglich marschiert man auf Asphalt, nach einer Weile dann auf einem nur noch sanft aufsteigenden Feldweg, der eine schöne Aussicht auf Bargen gewährt. Nach einer Weile entdeckt man nur wenige Schritte oberhalb des Wegs einen ersten Grenzstein, dem schon bald weitere folgen. Der Wanderweg verläuft hier entlang der Landesgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland (S und D) bzw. zwischen CS und GB (Canton Schaffhausen und Grossherzogtum Baden), wie es auf älteren, von 1839 datierenden Marchsteinen heisst.
Das Naturwegvergnügen währt leider nur etwa eine Viertelstunde. Bei der Wegkreuzung Am Schönebühl überschreitet man die Landesgrenze – und Deutschland empfängt die Wandernden mit Hartbelag. Eine geschlagene Stunde marschiert man nun auf Asphalt. Immerhin geniesst man auf der Krete des Hügelzugs, über den sich das Strässchen zieht, eine prächtige Aussicht in den Hegau. Inmitten von dessen sanft gewelltem Hügelland fällt der kegelförmige Hohenhewen auf; er gehört zu einer Reihe von Erhebungen in der Umgebung, die auf erloschene prähistorische Vulkane zurückgehen.
Nach einer Weile senkt sich das Strässchen nach Neuhaus am Randen. Am Dorfrand überquert man die hier sechsspurig angelegte Autobahn auf einer Brücke. Danach geht es weiterhin auf Asphalt wieder aufwärts zum Naturdenkmal «Buchener Stumpen», einer über 500 Jahre alten Eiche, deren teilweise altersschwache Äste mit Stützen stabilisiert sind. Ab hier wandert verläuft die Wanderung fast durchwegs auf Naturbelag.
Dem Waldrand entlang geht es praktisch ebenen Wegs zum Schwarzen Stein, danach in den Wald, wieder ein kurzes Stück der Landesgrenze entlang und dann erneut auf deutschem Boden zum Randenhof. Am nördlichen Rand der Lichtung, auf welcher der Bauernhof steht, ist mit einer Holztafel die Abzweigung zum Aussichtspunkt Feldbergblick signalisiert. Es lohnt sich, den nur wenige Minuten dauernden Abstecher zu unternehmen. Der schmale Waldpfad endet an einer markanten Hangkante mit einem Aussichtsbänkchen. Von dort geniesst man einen sehr schönen Tiefblick auf das Wutachtal; bei klarer Sicht reicht die Sicht bis zum 1494 m hohen Feldberg, dem höchsten Gipfel des Schwarzwalds.
Zurück auf der Hauptroute, gelangt man nach kurzer Zeit zur Randenhütte. Bei Sonnenschein lässt sich dort an grossen Tischen rasten, bei Regenwetter bietet das Hüttendach Schutz vor Nässe. Die Kies- und Asphaltsträsschen, auf denen diese Tour bis anhin verlief, lässt man nun hinter sich und schwenkt gegenüber der Hütte auf einen einfachen Pfad ein. Dieser führt im Wald sanft aufwärts, um sich danach leicht zum Hoh Hengst zu senken, wo man wieder das Gebiet der Schweiz betritt. Danach verläuft der Abstieg teilweise ordentlich steil. Er endet im Gebiet Müli; von dort gelangt man in wenigen Minuten zurück nach Bargen.











