Der Rheinfall bei Neuhausen zählt zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten der Schweiz.

Wanderung Neuhausen-Osterfingen

Vom Rheinfall ins Klettgau

  • Neuhausen

  • Rheinfall

  • Aazheimerhof

  • Wasenhütte

  • Osterfingen


REGION: Ostschweiz
MARSCHZEIT: 3 h 30 min
AUFSTIEG: 330 m
TIEFSTER PUNKT: 382 m
VERPFLEGUNG: Picknick bei der Wasenhütte
ANREISE: Mit der Bahn nach Neuhausen
MERKMALE: Familientauglich / Auch/nur im Winter / Am Wasser
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 13,4 km
Abstieg: 300 m
Höchster Punkt: 619 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab Osterfingen mit dem Bus
   

Liebliche Hügelzüge, schattige Wälder und ein atemberaubender Wasserfall kennzeichnen diese Wanderroute im Schaffhauserland. Ausserorts verläuft sie durchwegs auf Naturbelag.

Der SBB-Bahnhof Neuhausen – nicht zu verwechseln mit jenem der Deutschen Bahn – liegt nur einen Steinwurf vom Rhein entfernt. Auf der Ufer-Promenade gelangt man in kurzer Zeit zum bekannten Rheinfall. Gischtfahnen, tosendes Rauschen und die beiden Felszähne, die wie Trutzburgen mitten im wilden Kampf der Elemente stehen, faszinieren nicht nur Kinder auf der Schulreise, sondern auch Erwachsene seit Generationen.
Vom Rheinfall geht es aufwärts ins Ortszentrum von Neuhausen und durch Wohnquartiere an den Dorfrand. Dem Waldrand entlang gelangt man zum Aazheimerhof, einem mächtigen spätgotischen Bauerngehöft, das einst von den Äbten des Klosters Rheinau als Sommerresidenz errichtet wurde.
Auf schattigen Waldsträsschen gewinnt man langsam, doch stetig an Höhe, bis man die Wegkreuzung Bonenrüti erreicht. Auf den nun folgenden zwei Kilometern verläuft der Wanderweg auf dem Rücken des bewaldeten Hügelzugs mehr oder weniger der Landesgrenze entlang. Wer es geschickt anstellt, wandert mit einem Bein in der Schweiz, mit dem anderen auf deutschem Boden. In der Gegend wurde seit dem Spätmittelalter Eisenerz abgebaut, das hier in rundlichen braunen Körnern (Bohnen) vorkommt. Es wurde im Tagbau in grossen Gruben gewonnen, die teilweise noch heute sichtbar sind.
Von der Wasenhütte führt der Weg auf einer breiten, langgezogenen Waldlichtung sanft abwärts ins hübsche Weinbauerndorf Osterfingen. Manches der prachtvollen Riegelhäuser weist einen Weinkeller auf. Die Trotte, die sich mitten in den Rebbergen befindet, dient heute nicht mehr der Traubenverarbeitung, sondern als würdiger Schauplatz für Hochzeiten und kulturelle Anlässe.