Felder, Wälder und weiter Himmel – bei Wenslingen

Wanderung Rothenfluh-Tecknau

Streifzug durch die Baselbieter Hügelwelt

  • Rothenfluh

  • Anwil

  • Oltingen

  • Wenslingen

  • Tecknau


REGION: Nordwestschweiz
MARSCHZEIT: 3 h 10 min
AUFSTIEG: 400 m
TIEFSTER PUNKT: 445 m
VERPFLEGUNG: Gasthaus zum Ochsen, Oltingen
ANREISE: Mit dem Postauto nach Rothenfluh/Hirschengasse
MERKMALE: Familientauglich / Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 10,6 km
Abstieg: 410 m
Höchster Punkt: 700 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab Tecknau mit der Bahn
   

Die Glanzpunkte dieser abwechslungsreichen Wanderung durch die sanft geformte Hügellandschaft des Baselbieter Tafeljuras sind reizvolle Natur- und Kulturlandschaften, intakte historische Ortsbilder und eine mächtige Burgruine. Zwischen Oltingen und Wenslingen längerer Hartbelagsabschnitt ausserhalb des Siedlungsgebiets, sonst durchwegs Naturbelag.

Das einstige Bauerndorf Rothenfluh weist mit seiner ringförmigen Anlage ein ungewöhnlich malerisches Ortsbild auf. Im Dorfzentrum zweigt der Wanderweg nach Anwil in südöstlicher Richtung ab. Als zusehends schmaler werdender Feld- und Waldweg führt er zur Hochebene des Oberfelds hinauf, an dessen Rand Anwil liegt. Der Abstecher ins Ortszentrum ist zwar ein Umweg, lohnt sich aber wegen des eindrücklichen achteckigen Brunnens auf dem Dorfplatz.
Nach einem kurzen Stück zurück zweigt man durch den Wald abwärts zum Talweiher (wo sich ein grosser Picknickplatz befindet). Durch das gleichnamige Naturschutzgebiet geht es der Ergolz entlang in leichtem Anstieg nach Oltingen. Die wunderschön gelegene reformierte Pfarrkirche oberhalb des Dorfs weist bedeutende spätgotische Fresken auf.
Über aussichtsreiche Feldwege und -strässchen gelangt man nach Wenslingen, einem weiteren Bauerndorf mit intaktem Ortsbild und hübschem Dorfplatz. Der Abstieg nach Tecknau führt an der ausgedehnten Anlage der Ruine Ödenburg vorbei. Die Burg wurde vor über 1000 Jahren von den Grafen von Homberg-Thierstein gegründet, aber vermutlich infolge mehrfacher Verlagerung der Herrschaftsschwerpunkte bereits 1180 wieder aufgegeben. Der ursprüngliche Name der Burg ist im Laufe der Zeit verloren gegangen – nach ihrem Untergang war sie im Volksmund eben einfach die «öde Burg». Von den Überresten des Torturms aus geniesst man eine prächtige Aussicht über das Eital bis nach Gelterkinden.