
Wanderung Winikon - Zofingen
Waldbaden zwischen Suhretal und Wiggertal
Wanderzeit: 4 h
Schwierigkeitsgrad: T1 Wandern *
Saison: Ganzjährig begehbar
Das Grenzgebiet der Kantone Luzern und Aargau erinnert ans Emmental: Abgelegene Bauernhöfe, kleine Dörfer, weites Wiesenland und bewaldete Hügel prägen das Gesicht der Landschaft. Die Wanderung von Winikon nach Zofingen führt durch ausgedehnte Waldgebiete und ein idyllisches Tälchen. Knapp 80% der Tour verlaufen auf Naturbelag.
Detaillierte Routenbeschreibung
Weitgehend flach ist der nördliche Teil des Kantons Luzern. Bloss ein paar Dutzend Meter erheben sich die Hügelzüge, welche die Ebenen von Sempacher- und Baldeggersee sowie die Täler von Wigger, Suhre und Wyna umgeben. Wandern kann man hier das ganze Jahr, selbst im tiefsten Winter. Von ihrer schönsten Seite zeigt sich die Gegend im Frühling, wenn auf den Wiesen frisches Grün spriesst und in den Wäldern die Laubbäume auszutreiben beginnen.
Wer die Wanderung von Winikon nach Zofingen im April oder im Mai unter die Füsse nimmt, erlebt deshalb das Erwachen der Natur auf besonders reizvolle Weise. Ein ansehnlicher (jedoch nicht überwiegender) Teil der Tour verläuft durch Waldgebiete. Namentlich in der zweiten Hälfte taucht man für längere Zeit in stille, zivilisationsferne Landschaft ein und kann auf diese Weise den Wald intensiv auskosten, ganz im Stil der japanischen Praktik des Waldbadens.
In Winikon zweigt der in Richtung Reitnau signalisierte Wanderweg unweit der Kirche von der Hauptstrasse ab und führt zunächst sanft aufsteigend, dann mehr oder weniger ebenen Wegs an Wiesen vorbei zum Dorfrand von Reitnau. Das eigentliche Dorfgebiet umgehend, zweigt man westwärts ab und gewinnt auf einem Strässchen alsbald erneut an Höhe. Über die weite Talsohle des Suhrentals öffnet sich bei klarer Sicht ein prächtiger Ausblick zur Alpenkette.
Zunächst geben die mit dem Ziel Reiden beschrifteten Wanderwegtafeln die Richtung vor. Mit dem Waldrand erreicht man schon bald auch den höchsten Punkt der Wanderung. Etwas eintönig, aber unbeschwert verläuft der Abstieg auf einem Kiessträsschen durch den Etzelgrabe. Umso schöner ist der anschliessende, fast ebenen Wegs verlaufende Abschnitt durch das kleine Tal der Uerke. Das unverbaute Bächlein plätschert im Wiesengrund dahin, der Wanderweg zieht sich etwas erhöht dem Wasserlauf entlang.
Von nun an hält man sich an den in Richtung Zofingen signalisierten Wanderweg. Von Schlatt an geht es, mehrheitlich im Wald, in leichtem Auf und Ab über Gigger zum Rottannhubel, dann hinunter zum Schützenhaus Zofingen und zum nahen Heitereplatz. Von dort gelangt man in wenigen Minuten zur hübschen Altstadt und zum Bahnhof von Zofingen.











