Das Wachseldornmoos ist eine idyllische Moorlandschaft.

Wanderung Süderen-Schwarzenegg

Die Moor-Insel im Tannenwald

  • Süderen

  • Wachseldornmoos

  • Heimenschwand

  • Schwarzenegg


REGION: Berner Oberland / Mittelland
MARSCHZEIT: 2 h 50 min
AUFSTIEG: 220 m
TIEFSTER PUNKT: 883 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit dem Bus nach Süderen/Oberei
MERKMALE:
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 10,8 km
Abstieg: 210 m
Höchster Punkt: 1008 m
Ideale Jahreszeit: Anfang April bis Mitte Dezember
Rückreise: Ab Schwarzenegg/Dorf mit dem Bus
   

Im Grenzraum zwischen Emmental und Berner Oberland verläuft diese leichte Wanderung. Die Route führt durch das Hochmoorgebiet Wachseldornmoos und weist nur geringe Höhendifferenzen auf. Rund ein Drittel der Strecke verläuft auf befestigten Strassen; Hartbelag gibt es insbesondere im Raum Heimenschwand.

Von der Bushaltestelle Süderen/Oberei sind es nur wenige Schritte zum Gasthof Bären. Dort zweigt die signalisierte Wanderroute von der Strasse ab und führt in etwas verwirrendem Hin und Her auf den Süderenhubel. Mehrheitlich auf kaum befahrenen, aber gleichwohl mit Hartbelag befestigten Strässchen, zwischendurch auch auf Naturwegen geht es an verschiedenen Bauernhöfen vorbei und durch kleine Waldgebiete. Den Horizont prägen die westlichen Berner Voralpengipfel vom Niesen über das Stockhorn bis zum Gantrisch.
Das Wachseldornmoos ist ein landschaftliches Juwel, das im Vergleich zur vorgängigen und nachfolgenden Betriebsamkeit in den Dörfern, auf den Gehöften und Strassen wie eine stille Insel wirkt. Das Naturschutzgebiet umfasst Flachmoorflächen sowie ein kleines Hochmoor und ist ringsum von Wald umschlossen. Einige alte, unter Denkmalschutz stehende Holzhütten zeugen davon, dass hier früher Torf abgebaut wurde. Der Wanderweg führt an einem kleinen Moorsee vorüber zum Waldrand auf der Nordseite der Moorlandschaft. Hier bieten einige Ruhebänke eine schöne Aussicht über das Riedgras und den Wald hinweg zum Gipfelkamm des Sigriswiler Rothorns.
Nach einer kurzen Waldpassage sieht man in der Ferne bereits den Kirchturm von Heimenschwand. Nun folgt ein rund halbstündiger Marsch auf Hartbelag. Die Route führt zum Dorf heran, zweigt aber kurz nach dem Altersheim im Schibisteimoos scharf links ab und führt an mehreren Gehöften vorbei sanft abwärts. Tröstlicher Ausgleich zum Wandern auf Asphalt ist der schöne Ausblick über weite Wiesenflächen hinweg zur Stockhorn-Gantrisch-Kette.
Vom Heimegghölzli an weist die Route besten Wanderweg-Standard auf: Ein abwechslungsreicher Pfad schlängelt sich über Wurzeln hinweg durch den Wald. Das Försterhaus im Heimeneggbaan bietet sowohl bei Regenwetter als auch bei Sommerhitze Sitz- und Rastgelegenheit unter schützendem Dach. Besonders malerisch ist die Querung der Rotache: Der Bach zieht in einem unverbauten Bett gemächlich durch den Wald dahin und lädt zum Spielen und Planschen ein. Etwas monoton ist das letzte Teilstück der Wanderung. Es verläuft auf einem fast schnurgeraden Kiessträsschen, das zur Schwarzenegg führt.