Nichts als Wasser, Steine und Bäume: Das Flussbett der Emme bei der Bubeneibrücke

Wanderung Zollbrück-Eggiwil

Auf Uferwegen durch das Emmental

  • Zollbrück

  • Emmenmatt

  • Schüpbach

  • Aeschau

  • Eggiwil


REGION: Mittelland
MARSCHZEIT: 3 h 40 min
AUFSTIEG: 170 m
TIEFSTER PUNKT: 625 m
VERPFLEGUNG: Picknick an der Emme bei Schüpbach
ANREISE: Mit der Bahn nach Zollbrück
MERKMALE: Themenweg / Auch/nur im Winter / Am Wasser
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 14,6 km
Abstieg: 60 m
Höchster Punkt: 737 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab Eggiwil/Dorf mit dem Bus
   

Die Uferlandschaft an der Emme bietet Wanderern viel Abwechslung und reizvolle Eindrücke. Auenwälder und Badeplätzchen, Holzbrücken und stattliche Bauernhäuser säumen die Wanderroute von Zollbrück nach Eggiwil. Ausserhalb des Siedlungsgebiets praktisch durchwegs Naturwege.

Für Wanderer ist das Emmental nicht immer leichte Kost: Hügel und Gräben formen eine Topografie, die viele Auf- und Abstiege bringt. Doch das Tal hat auch eine komplett flache Seite: Im Mittellauf fliesst die Emme durch einen weiten, praktisch flachen Talboden. Von Zollbrück bis Eggiwil folgt ein Uferweg dem Fluss mehr oder weniger lückenlos, zuweilen gar beidseitig. Man kann auf diesen Abschnitten somit je nach Temperatur und Tageszeit wählen, ob man lieber auf der Sonnseite oder im Schatten wandert.
Die hier vorgeschlagene Route führt vom Bahnhof Zollbrück an die Emme, verbleibt aber zunächst auf der Ostseite des Flusses. Der Weg führt dem Areal eines ausgedehnten Sägewerks entlang nach Neumühle, wo auf die andere Seite der Emme gewechselt wird. Der Uferweg verläuft nun mehrheitlich ausserhalb eines Auenwaldstreifens, zuweilen aber auch direkt dem Wasser entlang nach Emmenmatt, wo die Emme erneut überquert wird.
Zahlreiche gedeckte Holzbrücken gibt es im Emmental. 18 davon verbindet der Holzbrückenweg zwischen Trub und Eggiwil. Die erste von ihnen, der man auf dieser Wanderung begegnet, ist die Brunnmattbrücke. Sie stand ursprünglich weiter talaufwärts in der Bubenei. Aufgrund des wachsenden Schwerverkehrs nahm sie zusehends Schaden, wurde in den 1990er-Jahren saniert und an ihren heutigen Standort versetzt, wo sie nur noch als reine Fussgängerbrücke dient.
Erneut auf der westlichen Seite der Emme gelangt man nach Schüpbach. Im Schachen, etwas ausserhalb des Siedlungsgebiets, ist das Ufergebiet gut zugänglich. Idyllische Plätzchen am Wasser und im Flussbett selbst laden zum Rasten ein; im Sommer kann man sich auch mit einem Bad in der Emme erfrischen. Wenig später gelangt man in der Bubenei über die 1991 in moderner Bauweise erstellte neue Holzbrücke. Nach einem weiteren reizvollen Abschnitt durch Auenwald folgt im Raum Aeschau ein etwas unschönes Teilstück: Der Wanderweg verläuft auf einer rund einen Kilometer langen Strecke parallel zur Kantonsstrasse.
Umso reizvoller ist dafür der nächste Abschnitt; er führt über offenes Bauernland nach Horben. Zusehends öffnet sich die Sicht taleinwärts zum Felsriegel des Hohgants. Bei Zimmerzei und Dieboldswil wird neuerlich die Emme auf schönen alten Holzbrücken überquert. Das zweite dieser Bauwerke steht einzig Fussgängern und Velofahrer offen, dafür ist kurioserweise die parallel angelegte Betonbrücke für Wanderer gesperrt. Im Gebiet Holzmatt wird der Fluss letztmals überschritten. Auf der Westseite der Emme gelangt man ins Dorfzentrum von Eggiwil.