Das Wasserschloss Landshut bei Utzenstorf

Wanderung Gerlafingen-Kirchberg

Auf Emme-Uferwegen durch Auenwälder

  • Gerlafingen

  • Altisberg

  • Landshut

  • Aefligen

  • Kirchberg


REGION: Mittelland
MARSCHZEIT: 3 h 45 min
AUFSTIEG: 140 m
TIEFSTER PUNKT: 451 m
VERPFLEGUNG: Restaurant zum Schloss Landshut
ANREISE: Mit der Bahn nach Gerlafingen
MERKMALE: Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 14,4 km
Abstieg: 80 m
Höchster Punkt: 511 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab Kirchberg-Alchenflüh mit der Bahn
   

Das untere Emmental eignet sich gut für eine Wanderung am Wasser: Auf beiden Seiten der Emme sind Uferwege angelegt. Die hier vorgeschlagene Variante führt sowohl über die aussichtsreiche Klippe Altisberg als auch zum Wasserschloss Landshut. 700 m auf Hartbelag im Bereich des Schlosses, sonst ausserhalb des Siedlungsgebiets praktisch durchwegs Naturwege.

Drei ganz unterschiedliche Gesichter weist die Emme auf. Von ihrem Ursprungsgebiet in der Nordflanke der Brienzer-Rothorn-Kette an zeigt sie sich zunächst als munterer Bergbach, der über Felsen und Kaskaden ein beachtliches Gefälle überwindet. Etwa ab Eggiwil zieht sie als schmächtiges Flüsschen durch das Hügelgebiet des Emmentals. Von Burgdorf an kann eigentlich nicht mehr von einem Tal die Rede sein, doch gleichwohl bezeichnet man die offene und nahezu flache Gegend als unteres Emmental. Aus dem Gebirgsbach ist endgültig ein stattlicher Fluss geworden, der träge durch die Ebene strömt.
Beidseits säumen Uferwege den Wasserlauf – man hat freie Wahl. Die hier vorgeschlagene Wanderung führt flussaufwärts und beginnt in Gerlafingen, dem Schweizer Zentrum der Eisenschrottverarbeitung. Gleich neben dem Bahnhofsgelände werden ausgediente Autos und Alteisen zu Bau- und Betonstahl rezykliert. Der Wanderweg verbindet zum Auftakt scharfe Kontraste, indem er zunächst direkt dem Stahlwerk entlang verläuft, dann zum idyllischen Gerlafingerweiher und schliesslich zum Zielebach-Schachen und damit in die Auenlandschaft der unteren Emme führt. Hier wird das Flüsschen überquert, auf Solothurner Boden geht es im Wald aufwärts über Unter Altisberg zum Altisberg. Der «Berg» ist eigentlich ein bewaldetes Kliff, das von der Emme halbwegs weggespült wurde. Vom äussersten Rand des Abhangs öffnete sich an verschiedenen Stellen ein interessanter Tiefblick zum Fluss hinunter.
Nach dem Abstieg zurück auf Flusshöhe folgt man dem Wasserlauf bis zum Kräiligensteg und wechselt dort ans östliche Ufer. Auf der Höhe von Utzenstorf lohnt es sich, einen kleinen Umweg von der Emme weg zum Schloss Landshut einzuschalten. Das Schlösschen ist von einem malerischen Wassergraben umgeben, der in einem gepflegten Park liegt. Die Anlage ist ein entsprechend beliebter Hochzeitsschauplatz.
Vom Schlosspark geht es zurück an die Emme. Weiterhin auf der nordöstlichen Seite des Flusses wird nun der Aemmeschache durchquert, ein Auengebiet von nationaler Bedeutung. Die Emme und ihre Zuflüsse bilden hier ein dichtes Fliessgewässernetz, das von schönen Mischwäldern mit teilweise seltenen Baumarten umgeben ist. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten finden hier einen geeigneten Lebensraum.
An manchen Stellen wurde die Flusslandschaft renaturiert und aufgeweitet. Besonders viel Raum hat die Emme im Bereich der sogenannten Emme-Birne bei Aefligen. Nach der Unterquerung der Autobahn A1 führt der Wanderweg ins Dorfzentrum von Kirchberg und zur Bahnstation Kirchberg-Alchenflüh auf der gegenüberliegenden Flussseite.