Unterwegs im Limpachtal mit Blick zum Niesen

Wanderung Kaufdorf-Uetendorf

Alpensicht am Gerzensee

  • Kaufdorf

  • Gerzensee

  • Kirchdorf

  • Uetendorf


REGION: Berner Oberland / Mittelland
MARSCHZEIT: 3 h 50 min
AUFSTIEG: 250 m
TIEFSTER PUNKT: 533 m
VERPFLEGUNG: Restaurant zur Linde, Kirchdorf
ANREISE: Mit der Bahn nach Kaufdorf
MERKMALE: Auch/nur im Winter / Am Wasser
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 13,8 km
Abstieg: 230 m
Höchster Punkt: 669 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab Uetendorf mit der Bahn
   

Viel Abwechslung bietet die Wanderung von der Gürbe-Ebene ins Limpachtal. Die Route führt unter anderem durch ein wildes Bachtobel und zu einem malerischen Aussichtspunkt. Unterwegs gibt es reichlich Alpensicht. Zu Beginn 1,5 km auf Hartbelag; weitere Hartbelagsabschnitte, z.T. auch ausserhalb des Siedlungsgebiets, summieren sich zu einem Anteil von rund 30 Prozent an der Gesamtstrecke.

Vom Auftakt sollte man sich nicht abschrecken lassen – er ist zumindest aus Wanderperspektive nicht sonderlich attraktiv. Ab der Station Kaufdorf gilt es zuerst die weite Gürbe-Ebene auf der Verbindungsstrasse zu queren. Kurz nach Gelterfingen wird es abenteuerlich: Ein schmaler Waldpfad führt einem tief eingeschnittenen Bachtobel entlang aufwärts zum Weiler Chramburg. Damit hat man den grössten Teil der Höhenmeter dieser Route bereits bewältigt. Nun folgt ein wunderschöner Abschnitt, der in der Südflanke des Belpbergs dem Waldrand entlangführt: Über dem Gürbetal reihen sich die markanten Höhen der Stockhorn-Gantrisch-Kette aneinander, im Süden gleissen die Gipfel der Berner Alpen.
Das Dorf Gerzensee wird auf ganzer Länge durchschritten. Bei der grossen Kreuzung nach dem Schloss (dieses dient heute als Studienzentrum der Stiftung der Schweizerischen Nationalbank und ist deshalb nicht öffentlich zugänglich) wird südwärts abgezweigt. An etwas erhöhter und entsprechend aussichtsreicher Lage über dem See führt ein Kiessträsschen nach Kirchdorf; die Turmspitze der Kirche markiert während einer guten Wanderstunde das Zwischenziel.
Die zweite Hälfte der Wanderung führt grösstenteils direkt dem Wasserlauf des Limpachs entlang. Das von Hecken und Sträuchern gesäumte Bächlein durchfliesst ein weites, landwirtschaftlich genutztes Tälchen. Der Gipfel des Niesens bildet einen unübersehbaren Fixpunkt am Horizont; flankiert wird er von den Gipfeln der Berner Hochalpen.
Bei der Einmündung des Amletebachs schwenkt man rechts Richtung Westen, folgt dem Bachlauf bis Änteried und zweigt dort wieder nach links Richtung Uetendorf ab. Bereits sind die ersten Häuser der zur Agglomeration Thun gehörenden Gemeinde zu sehen. Unterhalb der Kirche gelangt man ins Dorfzentrum und zur Bahnstation.