Unterhalb des Zingghöchs; Blick zu Blüemlisalp, Niesen und Stockhorn-Gantrisch-Kette

Wanderung Zimmerwald-Niederscherli

Höhenwanderung vor den Toren der Bundesstadt

  • Zimmerwald

  • Lisiberg

  • Zingghöch

  • Niederscherli


REGION: Mittelland
MARSCHZEIT: 2 h 35 min
AUFSTIEG: 250 m
TIEFSTER PUNKT: 656 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit dem Postauto nach Zimmerwald/Kirche
MERKMALE: Familientauglich / Höhenweg
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 9,2 km
Abstieg: 450 m
Höchster Punkt: 968 m
Ideale Jahreszeit: Mitte April bis Ende November
Rückreise: Ab Niederscherli mit der Bahn
   

Leicht, stadtnah und ungemein aussichtsreich ist die Höhenwanderung über den Lisiberg und den Zingghöch. Sie bietet viel von dem, was das Wanderherz begehrt: Weites Wiesland, schattige Wälder, abwechslungsreiche Wege sowie ausgiebige Fernblicke zu Hügeln und Bergen. Grösstenteils Naturbelag.

Der Ortsteil Bi der Chilche liegt etwas ausserhalb des Dorfkerns von Zimmerwald und bildet ein kleines «Dorf im Dorf». Von der Bushaltestelle bei der Kirche geht man einige Schritte auf der Hauptstrasse zurück und steigt zwischen Wiesen zum Waldhof auf. Dort befindet sich das Observatorium Zimmerwald, das vom Astronomischen Institut der Universität Bern als Sternwarte und Satellitenbeobachtungsstation genutzt wird.
In leichtem Anstieg geht es über die Wanderweg-Kreuzung Allmid weiter zum Lisiberg. Trotz des Namens ist das kein eigentlicher Berg, doch die Aussicht, die man geniesst, ist einem hochalpinen Panorama ebenbürtig: In üppiger Pracht ziehen sich die Äcker und Wälder des Längenbergs Richtung Thunersee dahin, darüber erstreckt sich die Kette der Berner Hochalpen.
Nach kurzem Abstieg auf verschlungenen Wegen im Kühlewilwald gelangt man in leichtem Aufstieg zum Weiler Egg. Hier beginnt der wohl schönste Teil der Wanderung: Mehr oder weniger ebenen Wegs geht es mit schöner Fernsicht zum Jura und zur Gantrischkette weiter zum Aussichtspunkt Zingghöch. Der Abstieg nach Oberscherli wird von hübschen Ausblicken zum Dorf Oberbalm auf der gegenüberliegenden Talseite untermalt; das letzte Teilstück verläuft dann im Wald und ist ordentlich steil.
Köniz gilt als grösste Gemeinde der Schweiz, die nicht städtischen Status hat. Für ihre beispielhaften Massnahmen zur Pflege des Ortsbilds wurde die Gemeinde 2012 mit dem Wakker-Preis des Schweizer Heimatschutzes ausgezeichnet. 40'000 Menschen leben im Gemeindegebiet, das neben stadtnahen Zentren wie Liebefeld und Wabern auch ausgeprägt ländliche Dörfer umfasst, zum Beispiel Oberscherli. Von hier gilt es nochmals ein wenig aufzusteigen, und zwar bis Hübeli. Danach geht es in meist leichtem, zuweilen auch etwas steilerem Abstieg durch den Burisholz-Wald und schliesslich durch eine eindrückliche Hohlweg-Passage zwischen Sandsteinfelsen nach Niederscherli.