Einer der mächtigen Nagelfluhtürme im Tüfels-Chäller

Wanderung Baden - Tüfels-Chäller

Abenteuer in teuflischem Irrgarten

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REGION: Mittelland
MARSCHZEIT: 2 h 10 min
AUFSTIEG: 180 m
TIEFSTER PUNKT: 380 m
VERPFLEGUNG: Picknick bei der Herzoghütte
ANREISE: Mit der Bahn nach Baden
MERKMALE: Rundwanderung / Familientauglich / Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 7,9 km
Abstieg: 180 m
Höchster Punkt: 500 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab Baden mit der Bahn
   

Der Tüfels-Chäller bei Baden ist zwar kein Keller, und der Leibhaftige wurde dort glücklicherweise bis anhin auch nicht gesichtet. Doch das Gelände mit diesem Namen hat es in sich: Bizarre Nagelfluh-Obelisken und ein urweltlicher Wald verleihen der Landschaft besonders bei Nebel und Dunst einen fast unheimlichen Charakter. Ausserhalb des Siedlungsgebiets durchwegs Naturbelag.

Der Ausgangspunkt der Wanderung befindet sich bei der reformierten Kirche östlich des Bahnhofs Baden. Das Bauwerk wurde nach dem 2. Villmergerkrieg (1712) aus Steinen der von den siegreichen Truppen Zürichs und Berns geschleiften, oberhalb der Stadt gelegenen Festung Stein errichtet.
Durch die Altstadt gelangt man zur dicht befahrenen Strassenkreuzung am Schulhausplatz und weiter zum Chrüzliberg-Wald. Auf breitem Waldsträsschen geht es in leichtem Anstieg weiter südwärts, danach zweigt die Wanderroute als schmaler werdender Pfad ab. Nach wenigen Schritten verändert sich der Landschaftscharakter dramatisch. Der liebliche und geordnete Wald verwandelt sich in eine urweltliche Szenerie: Wuchtige Nagelfluhtürme, gewaltige Bäume, schroffe Abhänge – das ist der Tüfels-Chäller. Nur das Rauschen der Bahnlinie und der Strassen im Osten lässt einen vermuten, dass wohl doch nicht gerade nächstens ein Saurier hinter dem nächsten Baum hervorblickt.
Wer sich nicht vorsieht, kann in diesem gewaltigen Labyrinth rasch und gründlich die Orientierung verlieren. Es empfiehlt sich deshalb, beim Marsch durch den Tüfels-Chäller die markierten Wege nicht zu verlassen.
Die Herzoghütte in der Spittelau eignet sich für einen Zwischenhalt. Unterhalb der Baregg – der gleichnamige bekannte Autobahntunnel verläuft etliche Dutzend Meter unter dem Waldboden – gelangt man zum Ziegelhau und von dort zurück ins Stadtzentrum von Baden.