Emmentaler Hügellandschaft nahe Dürsrüti

Wanderung Langnau - Ober Frittenbach

Emmental für Insider: Rund um den Ober Frittenbach

  • Langnau i.E.

  • Rämis

  • Rafrüti

  • Dürsrütiwald

  • Emmenmatt


REGION: Mittelland
MARSCHZEIT: 6 h
AUFSTIEG: 840 m
TIEFSTER PUNKT: 646 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit der Bahn nach Langnau i.E.
MERKMALE: Höhenweg
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 19,9 km
Abstieg: 860 m
Höchster Punkt: 1177 m
Ideale Jahreszeit: Anfang April bis Mitte November
Rückreise: Ab Emmenmatt mit der Bahn
   

Verträumte Waldpfade, aussichtsreiche Gratwege, finstere Gräben und blumenreiche Bergweiden – die Wanderung rund um den Ober Frittenbachgraben bietet eine eindrückliche Vielfalt an Landschaftsformen. Trotz des Höhenweg-Charakters gibt es zwischendurch immer wieder Auf- und Abstiege. Abgesehen von einigen kurzen Hartbelagsabschnitten auch ausserhalb des Siedlungsgebiets verläuft die Route zum grossen Teil auf Naturbelag.

Manche Dinge funktionieren im Emmental nicht ganz so wie anderswo. Dazu gehören auch die Höhenwege. Wer davon ausgeht, dass ein Höhenweg stets auf annähernd gleicher Höhe verläuft, wird im Emmental seine Meinung korrigieren müssen. Nach dem Aufstieg vom Tal herauf geht es hier selten geradeaus weiter; vielmehr folgen die Wege dem abwechslungsreichen Verlauf des Geländes, das immer wieder vertikale Kapriolen schlägt. Höhenwanderungen im Emmental sind somit ein stetes Auf und Ab.
Vom Bahnhof Langnau durchquert man das Dorf und zweigt bei der Kirche rechts ab. Zum Hohgrat stehen gleich zwei Routen zur Verfügung. Die vorliegende Tour verläuft auf der östlichen Variante, die in einem weiten Bogen über Langenegg führt. Auf einem verträumten Waldpfad gewinnt man bedächtig an Höhe, bis sich das Terrain weitet und einen schönen Blick auf den Gohlgraben gewährt.
In leichtem Auf und Ab folgt der Weg nun dem mehrheitlich bewaldeten Hügelzug. Bald zeigt sich bereits die gegenüberliegende Seite des Ober Frittenbachgrabens, auf der die Route einige Stunden später ans Ziel führt. Vorerst aber gilt es die herrliche Hügelwelt des Emmentals zu geniessen. Stille Waldabschnitte und weites Weidland wechseln sich ab, immer wieder entdeckt man gepflegte Bauerngärten.
Über Rämis gelangt man nach Ober Rafrüti, wo die Landschaft aufgrund der Höhenlage bereits einen deutlich alpinen Einschlag aufweist. In steilem Abstieg wechselt man nun auf die westliche Seite des Ober Frittenbachgrabens. Jetzt wechselt auch das Panorama; die Eisriesen der Berner Alpen rücken ins Blickfeld. Einige Sitzbänke laden zum Picknick und zum Geniessen der fabelhaften Aussicht.
In angenehmem Wechsel geht es auf dem breiten Grat über offenes, aussichtsreiches Wiesland und durch stattliche Wälder weiter. Über Hullerenschür gelangt man zum Dürsrütiwald und weiter abwärts nach Emmenmatt hinunter. Der letzte Abschnitt ist etwas abenteuerlich: Nach der Querung der stark und schnell befahrenen Kantonsstrasse durchquert man das Areal eines Landmaschinenhändlers und danach das Gelände einer Sägerei, ehe man zum Bahnhof gelangt.