
Wanderung La Tourne - Mont Racine - Tête de Ran - Les Hauts-Geneveys
Auf Höhenwegen über den Mont Racine
Wanderzeit: 3 h 50 min
Schwierigkeitsgrad: T1 Wandern *
Saison: Mai - November
Wenn über dem Mittelland Wolken liegen oder Nebelschwaden wabern, ist es Zeit für eine Höhenwanderung im Jura. Die Kette des Mont Racine eignet sich dafür bestens. Von ihren Höhen kann man bei klarer Sicht eine Gipfelparade vom Säntis bis zum Mont Blanc überblicken. Die Tour verläuft zu über 90% auf Naturwegen.
Detaillierte Routenbeschreibung
Ein bisschen im Nirgendwo fängt diese Tour an: Der Passübergang La Tourne liegt fernab von Städten und Dörfern. Noch nicht einmal wirklich auf der Passhöhe befindet sich die mit diesem Namen bezeichnete Postautohaltestelle. Doch immerhin gibt es dort ein stattliches Hotel – eine willkommene Stätte für jene Wandernde, die zum Auftakt ihrer Tour gerne einen Startkaffee geniessen.
Der Streifzug über den Höhenrücken des Mont Racine ist eine typische Jurawanderung. Scharfe Auf- und Abstiege gibt es kaum, dafür genussreiches Bummeln durch ein Landschaftsmosaik, das sich aus Weideland, Tannenwäldern und Mischungen dieser beiden in allen möglichen Abstufungen zusammensetzt. Der Kretenweg bietet zudem verschiedentlich grossartige Ausblicke auf den Neuenburgersee, den Murtensee und über das Mittelland hinweg zur Alpenkette. Aussicht gibt es auch gegen Norden hin: Dort kann man die nahe Vallée des Ponts überblicken.
Die Wegoberfläche zeigt sich fast durchwegs als optimal auf die Bedürfnisse der Wandernden ausgerichtet: Die Route verläuft teils auf Schottersträsschen, teils auf steinigen Pfaden, zwischendurch auch weglos über Weiden. Nur ganz am Anfang und zwischendurch im Aufstieg nach Grande Sagneule sowie unterhalb des Gipfels der Tête de Ran muss man kurze Abschnitte auf Asphalt gewärtigen.
Die höchste Erhebung der Kette ist der namensgebende Mont Racine. Er ist jedoch nicht die einzige Anhöhe, die man pssiert. Ihm folgen unter anderem der Geländerücken der Rochers Bruns, der sich bis Pouet Carré hinzieht, und die Tête de Ran. Von letzterer könnte man die Tour weiter fortsetzen bis zur Vue des Alpes. Die hier empfohlene Route setzt allerdings den zunächst steilen Abstieg von der Tête de Ran mit geringerem Gefälle in Richtung Les Hauts-Geneveys fort. Das etwas unansehnliche Gebiet rund um die Skilifte und das Bergrestaurant lässt man dabei rasch hinter sich und wandert stattdessen durch Tannenwälder mit hübschen kleinen Lichtungen talwärts, bis man das Siedlungsgebiet von Les Hauts-Geneveys und schon bald den Bahnhof des Dorfs erreicht.











