
Wanderung Nods - Mont Sujet - Les Prés-d'Orvin
Spitzenaussicht auf dem Spitzberg
Wanderzeit: 3 h 15 min
Schwierigkeitsgrad: T1 Wandern *
Saison: Mai - November
Der Mont Sujet (Spitzberg) ist ein aussichtsreicher Bergzug über dem Bielersee, der sich auch für weniger ausdauernde Wandernde gut eignet. Der Aufstieg ab Nods wie auch der Abstieg nach Les Prés-d’-Orvin verlaufen ohne starkes Gefälle. Die Tour verläuft zu 90% auf Naturbelag.
Detaillierte Routenbeschreibung
Nein, dieser Flurname bildet die Realität nicht besonders genau ab: Der Spitzberg ist nämlich alles andere als spitz. Er zeigt sich vielmehr als breiter Höhenzug mit weich geformter Silhouette. Besser trifft es da schon die französische Bezeichnung: Im Mont Sujet steckt das Wort Suget oder Suchet, was so viel wie Gipfelchen bedeutet. Von der Verkleinerungsform sollte man sich allerdings nicht beirren lassen: Der Mont Sujet bietet eine grossartige Rundsicht, die jener des benachbarten Chasserals kaum nachsteht, obwohl seine Kuppe gut 200 Meter weniger hoch ist.
Wer den Bergzug in westlich-östlicher Richtung überschreitet, bewältigt ihn der ganzen Länge nach und benötigt dafür trotzdem nur wenig mehr als drei Stunden. Das zeigt deutlich dessen vergleichsweise bescheidene Dimensionen. Und obwohl man ab Nods rund 500 Höhenmeter aufzusteigen hat, geht es nie übermässig steil aufwärts.
Am Anfang der Tour steht ein nicht ganz einen Kilometer langer Abschnitt auf Hartbelag; das Strässchen, auf dem dieser Auftakt verläuft, ist als imposante Allee zwischen zwei Reihen mächtiger alter Laubbäume angelegt. Danach geht es durch eine für den Jura typische Mischform von Weideland und Wald weiter, ehe man geschlossenen Wald erreicht, wo der Weg nun auch etwas steiler ansteigt.
Bei der Alphütte Combe Robin lässt man die Bäume hinter sich und erhascht erste Ausblicke zum Neuenburgersee. Während man über Weideland teilweise weglos, teilweise auf einfachem Pfad weiter aufsteigt, öffnet sich die Sicht zusehends auch zum Mittelland und zur nahen Chasseral-Kette. Immer karger wird die Vegetation. Nur noch einzelne zwergwüchsige Buchen und Tannen trotzen dem Biswind, der an etlichen Tagen des Jahres ungehindert über die Jurahöhen streicht.
Nach einer Weile erreicht man eine Wegverzweigung (auf der Landeskarte ist das Gebiet als Combe Gaumé bezeichnet), wo der Schlussaufstieg zum Gipfel des Mont Sujet beginnt. Wer geradeaus weitermarschiert, kommt um den Gipfel herum (verzichtet damit allerdings auch auf dessen Panorama) und kann die Tour dadurch um etwa eine Viertelstunde verkürzen.
Schon bald hat man den höchsten Punkt der Tour erreicht und kann nun den Blick über die Tiefebene des Mittellands hinweg über einen üppig breiten Gipfelkranz schweifen lassen, der vom Säntis bis zum Mont Blanc reicht. Im Südwesten zeigt sich jetzt auch der Neuenburgersee in voller Pracht. Die anderen beiden Seen des Drei-Seen-Lands, nämlich den Bieler- und den Murtensee, bekommt man einige Minuten später zu Gesicht, nachdem man den Abstieg begonnen hat. Vorerst geht es ohne grosses Gefälle voran, von der Bergerie du Haut dann etwas steiler. Hier lässt man nun auch die simplen (und schönen) Fusswege hinter sich; der Rest der Wanderung verläuft zumeist auf Strässchen, die jedoch glücklicherweise nicht mit Asphalt, sondern nur mit Schotter gedeckt sind.
Gelegenheit für einen aussichtsreichen Zwischenhalt besteht bei der Bergwirtschaft Bergerie du Bas. Danach nimmt man den letzten Teil des Abstiegs nach Les Prés-d’Orvin hinunter in Angriff.











