
Wanderung Furna - Alp Rona
Rund um den Furner Berg
Wanderzeit: 3 h 40 min
Schwierigkeitsgrad: T1 Wandern *
Saison: Juni - November
Zu den weniger bekannten Perlen des Schweizer Berggebiets zählt die Walsersiedlung Furna in Graubünden. Die Dörfchen und Weiler der Gemeinde liegen an einem Sonnenhang hoch über dem Prättigau. Auf einer Rundwanderung zur Alp Rona lässt sich die Gegend kennenlernen. 70% der Strecke verlaufen auf Naturbelag.
Detaillierte Routenbeschreibung
Furna ist in touristischer Hinsicht paradox: Die Gemeinde bietet viel Ursprünglichkeit, Platz und Weite und ist deshalb alles andere als ein hochfrequentiertes Ausflugsziel. Dennoch verfügt sie über ein Skigebiet mit Gondelbahnen, Skiliften, Schneekanonen und Bergrestaurants. Doch all der damit verbundene Rummel liegt gleichsam auf der (halbwegs schneesicheren) Schattenseite des Gemeindegebiets und ist vom eigentlichen Dorf aus nur auf Umwegen erreichbar.
Von einem Dorf zu sprechen, ist etwas kühn. Die Häuser, in denen die rund 200 Einwohnerinnen und Einwohner leben, sind nämlich grossflächig über das Gemeindegebiet verteilt. Einzig in den Gebieten Usserberg, Mittelberg und Hinterberg ballen sich die Streusiedlungen zu kleinen Dörfern. Die Postautos, die vom Tal herauf verkehren, fahren abwechslungsweise die nördlichen und südlichen Endpunkte des Siedlungsgebiets an. Jeder der Kurse bedient die Haltestelle Post, wo sich auch der Dorfladen und das Schulhaus befinden. Hier nimmt die Rundwanderung zur Alp Rona ihren Anfang. Die Wege, auf denen sie verläuft, sind durchwegs als Bergwanderwege signalisiert, entsprechen aber hinsichtlich der Anforderungen gewöhnlichen Wanderwegen mit Schwierigkeitsgrad T1.
Auf dem Strässchen, das Richtung Hinterberg führt, marschiert man zum Weiler Rasitsch, wo man nach knapp einem Kilometer den Hartbelag hinter sich lässt und über Weideland den Hang hochsteigt. Dabei hält man sich zunächst an den in Richtung Scära signalisierten Wanderweg, schwenkt dann aber bei der Wegverzweigung oberhalb der Alphütte Scäri auf die Route nach Wiesli ein.
Während mehr als einer Stunde wandert man nun auf einem aussichtsreichen Höhenweg über den Furner Berg. Das Panorama wechselt je nach der Himmelsrichtung, in welcher der Weg verläuft. Besondere Erwähnung verdienen der schöne Tiefblick ins Prättigau, die spektakulären Flühe des Rätikons (namentlich die Drusenfluh und die Sulzfluh) sowie die schroffen Felshänge des Calanda.
Vorbei an der Alphütte der Alp Rona geht es zur Wegverzweigung Wiesli und von dort weiter in Richtung Teufried. Das Weideland, das man nun passiert, ist im Winter Teil des Skigebiets Grüsch-Danusa. Man begegnet daher Seilbahnmasten, Skiliftanlagen sowie, wenn man im Spätherbst unterwegs ist, Schneekanonen, die schon für ihren winterlichen Einsatz bereitstehen. Nachdem man das Trassee der Gondelbahn zur Schwänzelegg unterquert hat, geht es zu einem Speichersee hinunter, bei dem im Sommer ein Rastplatz mit Feuerstelle eine Gelegenheit zum Picknick bietet.
Etwas monoton ist der nachfolgende Abschnitt: Eine (glücklicherweise nur mit Schotter gedeckte) Waldstrasse führt gleichmässig absteigend zur Moorlandschaft Teufried. Das Hochmoor wurde während des Zweiten Weltkriegs und noch in den Jahren danach durch Torfabbau empfindlich beeinträchtigt, konnte seither aber saniert und ökologisch aufgewertet werden. Die Riedflächen zeigen besonders im Herbst eine reiche Farbenpracht.
Der Abstieg über Ronabord und Riedji beginnt mit einem kurzen Abschnitt auf Beton, danach geht es auf Naturwegen weiter, zum Abschluss wandert man etwas mehr als einen Kilometer auf Asphalt. An der Dorfkirche vorbei gelangt man zurück zum Ausgangspunkt Mittelberg mit dem Dorfladen und der Haltestelle Post.











