Avers, das ist ein kleines Skigebiet (weit hinten links) und sonst unberührte Hänge.

Winterwanderung Juf-Pürt

Traumhafte Weite im Avers

  • Juf

  • Juppa

  • Am Bach

  • Pürt


REGION: Graubünden
MARSCHZEIT: 1 h 30 min
AUFSTIEG: 10 m
TIEFSTER PUNKT: 1923 m
VERPFLEGUNG: Hotel Bergalga, Avers/Juppa
ANREISE: Mit dem Postauto nach Avers/Juf
MERKMALE: Auch/nur im Winter / Höhenweg
Schwierigkeit: W1 Winterwandern
Streckenlänge: 5,1 km
Abstieg: 210 m
Höchster Punkt: 2127 m
Ideale Jahreszeit: Dezember bis März
Rückreise: Ab Avers/Pürt mit dem Postauto
   

Längs durch das Avers-Tal führt diese reizvolle Winterwanderung. Von Juf ganz hinten im Tal geht es auf gepfadetem Weg an Dörfchen und Weilern mit alten, sonnengegerbten Holzhäusern vorbei nach Pürt.

Auch im Hochtal von Avers steht die Zeit nicht still. Doch sie fliesst gemächlicher als in den Niederungen des Alltags. Nur schon die (lange) Anreise aus dem Mittelland schafft Distanz. Das Postauto, das sich von Andeer durch einsame Schluchten in die Höhe windet, ist für Schweizer Verhältnisse fast unendlich lange unterwegs, bis es nach vielen Zwischenhalten in kleinen Dörfern und bei Gruppen von verstreuten Häusern schliesslich die Endstation Juf erreicht.
Im Tal gibt es einige Gasthäuser und im Winter eine bescheidene, aber vollwertige Infrastruktur für Skifahrer und andere Wintersportler. Zwei Skilifte und ein Kinderlift – das ist natürlich kaum genug cool für Pistenbolzer, doch für naturorientierte Familien ein passendes Angebot in einer wundervollen, weitgehend unberührten Landschaft. Ergänzend dazu stehen auch eine kleine Eisfläche, Schlittelwege, Langlaufloipen und Winterwanderwege zur Verfügung.
Eine der Winterwanderrouten zieht sich der Länge nach durch das halbe Tal. Sie beginnt in Juf und führt parallel zur Talstrasse, aber stets deutlich oberhalb oder unterhalb der Strasse, talauswärts bis zum Dorf Pürt. Dabei werden mehrere weitere Dörfchen und Weiler durchquert oder zumindest gestreift. Man kann sich also problemlos bei einem Zwischenhalt stärken oder auch die Wanderung vorzeitig beenden und mit dem Postauto zurückfahren.
Avers wurde im Mittelalter von Walsern besiedelt. Man hört das dem Dialekt heute noch an. Zudem zeigt es sich auch im Baustil besonders der Scheunen und Ställe sowie teilweise auch der Wohnhäuser. Die Gegend ist nach wie vor bergbäuerlich geprägt. Unterwegs sieht man deshalb beim einen oder anderen Bauernhaus allerlei Tiere. Auch im Winter bekommen hier einheimische Grauviehkühe und schottische Hochlandrinder Auslauf im Freien, und manchenorts wagen sich selbst Hühner in den Schnee.