Leuchtend weisse Kalkwände säumen den Rhein in der Ruinaulta.

Wanderung Flims-Ruinaulta

Durch die Märchenlandschaft der Ruinaulta

  • Flims

  • Conn

  • Ruinaulta

  • Valendas-Sagogn


REGION: Graubünden
MARSCHZEIT: 3 h 50 min
AUFSTIEG: 300 m
TIEFSTER PUNKT: 620 m
VERPFLEGUNG: Restaurant Conn, Flims
ANREISE: Mit dem Postauto nach Flims/Waldhaus
MERKMALE: Familientauglich / Am Wasser
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 13 km
Abstieg: 740 m
Höchster Punkt: 1111 m
Ideale Jahreszeit: Anfang Mai bis Mitte Oktober
Rückreise: Ab Valendas-Sagogn mit der Bahn
   

Wenige Kilometer von Chur entfernt liegt die Ruinaulta, eine einzigartige Landschaft, die auf einen gigantischen Felssturz zurückgeht. Die Wanderung von Flims nach Valendas eignet sich gut, um diese grandiose Schlucht hautnah zu erleben. Sie führt nicht nur zu urweltlichen Felsformationen und unberührten Auenwäldern, sondern auch zu einem aussergewöhnlichen Aussichtspunkt. Praktisch durchwegs Naturbelag.

Vor etwa 10'000 Jahren lösten sich im Gebiet des heutigen Flims rund 12 Kubikkilometer Fels und verschütteten das Vorderrheintal. Das Ereignis wurde wohl durch den nachlassenden Druck der sich am Ende der letzten Eiszeit zurückziehenden Gletscher ausgelöst. Nach heutiger Erkenntnis handelte es sich um den grössten Bergsturz im Alpenraum, ja vermutlich sogar im globalen Massstab.
Im Laufe der Zeit schuf sich der Rhein wieder einen Durchfluss. Auf diese Weise entstand eine gewaltige Schlucht. Deren Hänge sind teils bewaldet, teils von blanken, fast schneeweissen Kalkwänden und -türmen geprägt. Weder Siedlungen noch Kraftwerke beeinträchtigen das intakte Landschaftsbild. Einzig die roten Züge der Rhätischen Bahn, die sich dem Fluss entlangschlängeln, weisen auf die menschliche Zivilisation hin.
Von der Postauto-Station Flims/Waldhaus gelangt man durch einen parkartigen Tannenwald zum blaugrün schimmernden Cauma-See. In leichtem Abstieg geht es durch Wald und über Bergweiden nach Conn. Wie ein Vogel, der seine Schwingen ausbreitet, spannt sich hier eine filigrane Aussichtsplattform über den Abgrund und ermöglicht einen spektakulären Blick in die Tiefe.
In steilem Abstieg geht es durch Föhrenwald an den Vorderrhein, den man auf der Bahnbrücke überquert. In sanftem Auf und Ab führt der Weg teils direkt dem Fluss entlang, teils etwas erhöht durch Wald und über Wiesland. Durch prächtige Auenlandschaft und an bizarr geformten Felsgebilden vorbei gelangt man zuerst zur Station Versam-Safien und von dort zum Zielpunkt, der Station Valendas-Sagogn.