Das Bunderle-Tal mit der Lohnergruppe kurz vor Sonnenaufgang (der im Winter gegen Mittag stattfindet…)

Winterwanderung Adelboden-Bunderle

Winterzauber auf der Schattenseite

  • Adelboden/Oey

  • Bir Müli

  • Bunderle

  • Hirzbodenport

  • Margelibrücke


REGION: Berner Oberland
MARSCHZEIT: 2 h 40 min
AUFSTIEG: 220 m
TIEFSTER PUNKT: 1199 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit dem Bus nach Adelboden/Oey
MERKMALE: Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: W1 Winterwandern
Streckenlänge: 7,6 km
Abstieg: 260 m
Höchster Punkt: 1373 m
Ideale Jahreszeit: Dezember bis März
Rückreise: Ab Adelboden/Margeli mit dem Bus
   

Verschneite Strassen, weiss überzuckerte Tannen und winterliche Berge sind die Kulisse auf der Winterwanderung nach Bunderle. Das Tälchen südlich von Adelboden wird von den markanten Felstürmen der Lohnergruppe dominiert.

Zur kalten Jahreszeit sind Licht und Wärme oft rare und darum gesuchte Dinge. Die Ortsangabe «schattseits» wird aus diesem Grund im Winter nicht besonders gerne gehört. Man denkt dabei an arktische Kältelöcher, vereiste Hänge und durchfrorene Glieder. So sehr jedoch das Herz milden Sonnenschein begehren mag – er macht winterlicher Schneepracht oft schon nach wenigen Tagen den Garaus. Daher wandert es sich schattseits oft durch wesentlich schönere, tief eingeschneite Winterlandschaften als an sonnenexponierter Lage.
Beispielhaft zeigt sich das auf einer winterlichen Wanderung in Adelboden. Das Dorf wird unübersehbar geprägt vom Lohner-Massiv. An dessen Fuss liegt das Bunderle-Tal. Die hohen Felszinnen sorgen dafür, dass die Sonne hier im Hochwinter erst gegen die Mittagszeit aufgeht. Das verleiht der Landschaft ein zauberhaftes Gesicht. Auch lange nach Neuschneefällen sind die mächtigen Tannen der Bergwälder noch mit Schneehüten überzuckert.
Die Strassen und Wege des Gebiets sind im Winter meist schneebedeckt. Für die vorliegende Winterwanderung ist das optimal, denn die Route verläuft zu einem ansehnlichen Teil auf Strässchen. Was die Wanderer im Sommer wegen des vielen Asphalts vergraulen würde, ist im Winter dank der weichen Schneeschicht nicht störend.
Ausgangspunkt ist die Bushaltestelle Oey im Talgrund. Zunächst folgt man dem signalisierten Winterwanderweg Richtung Boden bzw. Unter dem Birg. Dieser verläuft von der Schützenbrücke an auf einem romantischen Fussweg direkt entlang der Engstlige. Bei der Brücke Bir Müli wird das Flüsschen überquert und nordostwärts abgezweigt. In leichtem Anstieg geht es auf der Walezubestrasse voran. Nach einem Wäldchen schwenkt der Weg ins Bunderle-Tälchen um; unvermittelt öffnet sich eine eindrückliche Sicht auf die Lohnergruppe.
In mässigem Anstieg geht es taleinwärts weiter. Nach der Überquerung des Bunderlebächlis steigt man zum Ahorni auf und wendet sich dann wieder dem Talausgang zu. Über den Hirzbodeport geht es gemütlich abwärts zur Margelibrügg. Wer noch nicht genug hat, spaziert vom Hirzboden auf dem (hier allerdings etwas stärker befahrenen) Strässchen weiter nach Elsigbach.