Ritzlihorn und Gallauihorn im Winterkleid

Winterwanderung Hasliberg-Brünig

Gipfelsicht und Zimmermannskunst

  • Hasliberg/Reuti

  • Wasserwendi

  • Hohfluh

  • Brünigpass


REGION: Berner Oberland
MARSCHZEIT: 3 h 30 min
AUFSTIEG: 390 m
TIEFSTER PUNKT: 982 m
VERPFLEGUNG: Hotel Wasserwendi
ANREISE: Mit dem Postauto nach Hasliberg/Reuti
MERKMALE: Familientauglich / Auch/nur im Winter / Höhenweg
Schwierigkeit: W1 Winterwandern
Streckenlänge: 10,1 km
Abstieg: 440 m
Höchster Punkt: 1162 m
Ideale Jahreszeit: Ganzjährig begehbar
Rückreise: Ab Brünig-Hasliberg mit der Bahn
   

Der Panoramaweg am Hasliberg verbindet Kulturgeschichte mit Landschaftsgenuss. Die Route auf der aussichtsreichen Sonnenterrasse über dem Haslital ist sowohl im Sommer- als auch im Winterhalbjahr begehbar. Den Weg säumen verschiedene eindrückliche Zeugen traditioneller Zimmermannskunst.

Schneefall in den Niederungen noch anfangs Juni, Schnee bis in tiefe Lagen schon vor Mitte Oktober: Manchmal könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, das Wetter habe eine Schraube locker. Sollen wir uns mit einer Wandersaison von drei Monaten Dauer begnügen? Einverstanden, es gibt ja auch Winterwanderwege. Was aber, wenn uns an Weihnachten plötzlich wieder der Föhn schwitzen lässt? Dann sind Wanderrouten gefragt, die zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter funktionieren. Der Panoramaweg am Hasliberg ist solch ein Universalangebot.
Ausgangspunkt der Wanderung ist Reuti, das östlichste Dorf der langgezogenen Gemeinde Hasliberg. Zum Einstieg geht es auf dem Strässchen aufwärts, das bei der Postautostation den Hang hinaufführt. Auf dem Winterwanderweg Richtung Bidmi gewinnt man zügig an Höhe. Nach wenigen Minuten zweigt man beim Eggli zum Trassee der Gondelbahn ab und quert Wiesland und Waldgebiete. Wenn die Pisten offen sind, gilt es hier die Talabfahrt von der Mägisalp nach Reuti zu überqueren – Vorsicht und Aufmerksamkeit sind ratsam. Im Übrigen aber bekommt man auf dem beschaulichen Winterwanderweg kaum etwas vom Pistenbetrieb mit.
Am Ferienzentrum der Schweizerischen Nationalbank vorbei gelangt man ins Dorf Wasserwendi mit dem REKA-Feriendorf. Ausserhalb des belebten Siedlungsgebiets kehrt rasch wieder winterliche Stille ein. Der nun folgende Abschnitt bietet eine wunderbare Aussicht zum Brienzersee und ins Rosenlauigebiet auf der gegenüberliegenden Talseite. Nach der Biitiflüö geht es ins Dorf Hohfluh hinunter. Dessen Ortsbild ist geprägt von einer Reihe schöner alter Holzhäuser, die von traditionsreicher Zimmermannskunst zeugen.
Nach der Überquerung der Kantonsstrasse steigt man nochmals etwas ab bis zum unteren Dorfrand. Danach geht es praktisch ebenen Wegs über offenes Gelände zum Schlupf und von da in den Wald. Der Weg bis zum Bodemli verläuft wieder leicht ansteigend. Mehrere mächtige Findlinge am Wegrand erinnern daran, dass hier das Wetter vor 10'000 Jahren noch ganz andere Kapriolen schlug als heute – damals war die Gegend komplett vergletschert. Das letzte Teilstück bis zum Brünigpass führt durch einen längeren Waldabschnitt, der sehr reizvoll ist, egal ob er aper oder schneebedeckt ist.