Das Meienfallseeli liegt auf der Diemtigtaler Seite der Niesenkette.

Wanderung Horboden-Meienfallseeli

Ein Juwel im Geröll

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  • Horboden


REGION: Berner Oberland
MARSCHZEIT: 6 h 20 min
AUFSTIEG: 1200 m
TIEFSTER PUNKT: 813 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit dem Postauto nach Horboden/Wirtschaft
MERKMALE: Rundwanderung / Am Wasser
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 17,4 km
Abstieg: 1200 m
Höchster Punkt: 1911 m
Ideale Jahreszeit: Mitte Mai bis Ende Oktober
Rückreise: Ab Horboden/Wirtschaft mit dem Postauto
   

Weit hinten im Diemtigtal, in einem abgeschiedenen Geröllkessel, liegt das Meienfallseeli. Der zauberhafte Bergsee ist ein kleines Juwel – und ein lohnendes Ziel für eine Wanderung. Längere Hartbelagsstrecke im Raum Rothbad, sonst meist Naturbelag.

Über 100 Bergseen soll es im Berner Oberland geben. Einer davon ist das Meienfallseeli im Diemtigtal, an der Flanke der Niesenkette. Das Seelein ist ein kleines Juwel, das in einem abgeschiedenen Hochtal liegt. Im Hochsommer kostet der Aufstieg etliche Schweisstropfen; ein Bad im kristallklaren Wasser bringt da willkommene Abkühlung. Die Erfrischung kann man sich natürlich auch im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr genehmigen, nur fällt sie dann eher brutal aus. Wegen der Höhenlage – der See befindet sich in einem nordöstlich exponierten Kessel auf 1900 m Höhe – ist das Wasser nämlich meist eiskalt.
Als Ausgangspunkt der Bergwanderung könnte Entschwil dienen, doch wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kommt dort nicht hin, sondern steigt am besten in Horboden aus dem Postauto. Von hier gilt es zuerst Richtung Rothbad aufzusteigen, was am Anfang recht hübsch und abwechslungsreich, dann aber für eine Weile nicht besonders witzig ist, weil die Wanderroute auf einer Strecke von 2 km über Asphalt führt.
Ab Pletsche wird es dann wieder angenehm. Auf einem gepflästerten Alpweg, über Alpweiden und durch kurze Waldpartien gelangt man nach Unter-Meienfall. Darauf geht es in steilem Aufstieg zu den Hütten von Ober-Meienfall hoch, wo man eine sehr schöne Rundsicht geniesst: Gleich gegenüber liegt das Wiriehorn, dahinter zeigen sich Simmentaler und Freiburger Höhen, in nördlicher Richtung erstreckt sich über dem unteren Diemtigtal die Stockhornkette.
Nach einem letzten kurzen Aufstieg steht man unvermittelt am Rand einer weiten Mulde, die von den geröllübersäten Steilhängen der Niesenkette umgrenzt wird. Mitten darin schimmert blaugrün das Meienfallseeli. Ringsherum gibt es nichts als Weite und Einsamkeit. Grossartig ist dieses Landschaftserlebnis weit hinten im Diemtigtal!
Für die Rückkehr ins Tal steht ab Unter-Meienfall eine Variante via Springenboden zur Verfügung. Sie verläuft ebenfalls über eine längere Asphaltstrecke. Dafür muss man den Durst nicht bis Horboden hinuntertragen, sondern kann bereits im Springenboden einkehren. Dreiviertelstunden weniger lang dauert der Rückweg, wenn man die gleiche Route wie beim Aufstieg benützt.