Im Zentrum des Panoramas auf der Walalp steht die Schwideneggflue.

Wanderung Blumenstein-Stockhorn

Auf alten Zügelwegen zu einem felsigen Zahn

  • Blumenstein

  • Chrümmelwäge

  • Walalp

  • Stockhorn

  • Chrindi


REGION: Berner Oberland
MARSCHZEIT: 7 h
AUFSTIEG: 1790 m
TIEFSTER PUNKT: 659 m
VERPFLEGUNG: Panoramarestaurant Stockhorn
ANREISE: Mit dem Bus nach Blumenstein/Dorf (bzw. Post/Gemeindehaus)
MERKMALE: Aussichtsberg
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 15,8 km
Abstieg: 810 m
Höchster Punkt: 2190 m
Ideale Jahreszeit: Mitte Juni bis Mitte Oktober
Rückreise: Ab Chrindi mit der Seilbahn nach Erlenbach i.S.
   

Wie ein mächtiger Zahn sticht das Stockhorn in der Gebirgskette südlich von Thun heraus. Wer den schroffen Felsklotz von Norden her betrachtet, kann sich kaum vorstellen, dass er auf einem normalen Bergwanderweg bestiegen werden kann. Besonders interessant ist der Zugang über die Chrümmelwäge, einen alten, kurvenreichen Viehweg. Ausserhalb des Siedlungsgebiets durchwegs Naturbelag.

Vom Ortszentrum Blumenstein erreicht man die malerische Kirche des Dorfs in einem gut 20-minütigen Fussmarsch. Erbaut wurde sie um 1285. Speziell sehenswert sind die gut erhaltenen Glasfenster, die aus dem goldenen Zeitalter der Königsfelder Glasmalerei stammen.
Ab hier geht es aufwärts, doch in aller Regel in massvoller Steigung. Zuerst quert man die Spittelweid und den Möntschelewald. Vom Alpetli an wandert man dann durch die Chrümmelwäge aufwärts. Der alte Alpweg überwindet den beträchtlichen Höhenunterschied in weiten Kehren und ist nirgends übermässig steil angelegt. Schöne Trockensteinmauern stützen den Abhang und halten den Weg von Geröll frei. Der Aufstieg wird so zum reinen Genuss, der noch zusätzlich gesteigert wird durch immer wieder neue Tiefblicke auf die von eiszeitlichen Gletschern geformte Seenlandschaft zwischen Amsoldingen und Längenbühl.
Über den Walalpgrat erreicht man in sanftem Abstieg die Oberi Walalp, von wo es leicht aufwärts geht zur Baachegg. Dort wird es richtig steil: In scharfen Kehren windet sich der breite Pfad in der Westflanke des Stockhorns hinauf.
Bei Pkt. 2043 hat man das Gröbste hinter sich. Der Weg wendet sich nun ostwärts und führt in wenigen Kehren zur Bergstation der Stockhornbahn und noch ein paar Dutzend Höhenmeter weiter hinauf zum Gipfel. Dort bietet sich ein schöner Panoramablick auf den Thunersee, ins Gürbetal und Gantrischgebiet sowie auf die Gipfelkette der Berner Alpen.
Vom Stockhorn gelangt man entweder ganz bequem und zügig mit der Luftseilbahn ins Simmental oder man steigt zu Fuss talwärts. Als Kompromiss empfehlenswert ist die Wanderung zur Mittelstation Chrindi, gefolgt von der Talfahrt mit der Seilbahn nach Erlenbach. Der Bergwanderweg führt an zwei idyllischen Bergseen vorbei: Zunächst wird Oberstockensee, danach der Hinterstockensee passiert.