Kühle Alternative zur Hitze in den Niederungen: Die Wanderung über den Jungfraufirn.

Wanderung Jungfraujoch-Mönchsjochhütte

Winterwanderung für die Hundstage

  • Jungfraujoch

  • Mönchsjochhütte

  • Jungfraujoch


REGION: Berner Oberland
MARSCHZEIT: 1 h 50 min
AUFSTIEG: 240 m
TIEFSTER PUNKT: 3454 m
VERPFLEGUNG: Mönchsjochhütte
ANREISE: Mit der Bahn auf das Jungfraujoch
MERKMALE:
Schwierigkeit: T3 Bergwandern
Streckenlänge: 3,8 km
Abstieg: 240 m
Höchster Punkt: 3657 m
Ideale Jahreszeit: Mitte April bis Mitte Oktober
Rückreise: Ab Jungfraujoch mit der Bahn
   

Ein Winterwanderweg, der nur im Sommer begangen werden kann? Das gibt’s doch nicht! Doch, das gibt es sehr wohl. Die hochalpine Wanderung zur Mönchsjochhütte führt auf verschneitem Trassee quer über den Jungfraufirn. Da sie nur während der warmen Jahreszeit offen ist, eignet sie sich für ideal für eine sommerliche Erfrischung.

Bei Temperaturen deutlich über 30 Grad ist ein Ausflug in die Höhe angesagt. Am höchsten hinaus kann man im Berner Oberland auf dem Jungfraujoch. Während die Bewohner des Flachlands unter der Hitze stöhnen, wehen dort oben linde Lüftchen.
Noch etwas höher – nämlich bis auf 3657 m – kommt man auf dem Alpinwanderweg vom Jungfraujoch zur Mönchsjochhütte. Streckenlänge und Höhendifferenz lassen auf den ersten Blick an einen Spaziergang denken, doch der Eindruck täuscht. Die Luft auf über 3500 m.ü.M. ist nämlich viel dünner als im Tal, deshalb fällt das Gehen spürbar schwerer. Gemächliches Schreiten ist also angesagt – und ausgiebiges Geniessen des Panoramas. Der Weg führt nämlich quer über den Jungfraufirn und bietet eine grandiose Sicht auf den Aletschgletscher.
Die Route beginnt am Ende des Stollens, der von der Station Jungfraujoch (Europas höchstgelegenem Bahnhof) am Sphinx-Lift vorbei zum Gletscher führt. Die Route verläuft zunächst mehr oder weniger ebenen Wegs. Nach einer Weile beginnt sie mässig zu steigen. Je nach Tageszeit und Witterungsbedingungen besteht der Untergrund aus sulzigem oder vereistem Schnee. Für Turnschuhe ist dieser Untergrund ungeeignet; stattdessen sind stabile Wanderschuhe mit griffiger Sohle erforderlich.
In regelmässigen Abständen säumen Holzstangen den Weg und zeigen damit den Routenverlauf unmissverständlich an. Die solcherart markierte Strecke ist grosszügig breit und weist keine alpinen Gefahren auf. Man sollte sich aber hüten, den sicheren Pfad zu verlassen. Bereits wenige Meter neben dem Weg lauern Gletscherspalten.
Nach etwa drei Vierteln der Strecke markiert eine Fahne die Stelle, an der ganze Gruppen von Alpinisten jeweils den Zugang über den Ostgrat auf den Mönchsgipfel in Angriff nehmen. Von hier aus führt ein letzter Anstieg zur Mönchsjochhütte. In der grossen, mit viel Holz ausgekleideten Gaststube herrscht eine gemütliche Atmosphäre. Der Rückweg zum Jungfraujoch erfolgt auf gleicher Strecke.