Auf dem Panoramaweg Elsigenalp-Frutigen, Blick zurück Richtung Adelboden

Wanderung Elsigenalp-Frutigen

Berg-Erlebnis ohne Mühen

  • Elsigenalp

  • Achsetberg

  • Truten

  • Frutigen


REGION: Berner Oberland
MARSCHZEIT: 3 h 20 min
AUFSTIEG: 130 m
TIEFSTER PUNKT: 779 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit der Seilbahn ab Elsigbach auf die Elsigenalp
MERKMALE: Familientauglich / Höhenweg
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 11,4 km
Abstieg: 1140 m
Höchster Punkt: 1803 m
Ideale Jahreszeit: Anfang Juni bis Mitte Oktober
Rückreise: Ab Frutigen mit der Bahn
   

Ohne grosse Anstrengungen erlebt man auf dem Panoramaweg von der Elsigenalp nach Frutigen alles, was eine Bergtour ausmacht: Herrliche Tief- und Fernblicke, frische Bergluft und würzig duftende Alpwiesen. Ausserhalb des Siedlungsgebiets durchwegs Naturbelag.

Ein nahezu senkrechter Kalksteinriegel prägt die westliche Flanke des Elsighorns hoch über dem Engstligental. Das Gebiet gilt deshalb als einer der beliebtesten Klettergärten der Schweiz. Am Fuss des Elsighorns verläuft aber auch der Panorama-Bergwanderweg, der bei der Bergstation der Elsigenalp-Bahn beginnt. Die Wanderroute führt direkt unterhalb der Fluhbänder vorbei und bietet damit einen interessanten Einblick in die Kletterrouten, die kuriose Namen wie «Exodus», «Kummerbuben» oder «Turbo» tragen.
In leichtem Abstieg führt der schmale Pfad danach durch Wald und über Alpweiden zum Obere Achsetberg. Taleinwärts öffnet sich das Panorama zum weiten Talkessel von Adelboden; darüber ragt das Wildhorn empor. Auf der gegenüberliegenden Talseite zeigt sich die Grabenlandschaft der Frutig-Spissen an der Niesenkette.
Dass es im Berggebiet nicht immer idyllisch zu und her geht, daran erinnern die Überreste eines Kupferkessels vor der Alphütte Achsetberg. Im Lawinenwinter 1999 zerstörten hier die Naturgewalten mehrere Gebäude; dabei wurde auch das Käsekessi zertrümmert. In der Folge wurde die Alphütte samt Käserei neu aufgebaut und hangseits mit einer dicken Schutzmauer verstärkt.
Über die weiten und aussichtsreichen Alpweiden der Portweid gelangt man in nördlicher Richtung weiter sanft abwärts. Voraus liegt der weite Talboden von Frutigen, im Hintergrund zeigen sich Niesen, Sigriswilgrat und Niederhorn. Die Route verläuft stellenweise praktisch weglos quer über die Wiesen. Dort, wo sie Alp- oder Forststrässchen schneidet, orientiert man sich mit Vorteil konsequent an der Wanderweg-Signalisation.
Bald schon mündet der Weg in ein Kiessträsschen, das in mehreren Kehren nach Truten führt. Erneut auf einem schmalen Pfad geht es weiter abwärts, bis man den Weiler Reinisch erreicht. Wer den durchwegs asphaltierten direkten Weg von hier bis zum Bahnhof Frutigen meiden will, wählt den kleinen Umweg zur Laufersallmi, folgt dem Lauf der Engstlige auf deren linker Seite und gelangt so ins Dorfzentrum und zum Bahnhof.