Der Blick in den von Wasser und Eis geschaffenen Felskessel des Creux du Van ist atemberaubend.

Wanderung Creux du Van

Eine gewaltige Arena: Der Creux du Van

  • Noiraigue

  • Le Soliat

  • St-Aubin


REGION: Westschweiz
MARSCHZEIT: 4 h 40 min
AUFSTIEG: 770 m
TIEFSTER PUNKT: 455 m
VERPFLEGUNG: Ferme-restaurant Le Soliat, Creux du Van
ANREISE: Mit der Bahn nach Noiraigue
MERKMALE: Höhenweg / Aussichtsberg
Schwierigkeit: T1 Wandern
Streckenlänge: 13,6 km
Abstieg: 1040 m
Höchster Punkt: 1463 m
Ideale Jahreszeit: Mitte Mai bis Ende Oktober
Rückreise: Ab Gorgier–St-Aubin mit der Bahn
   

Die Wanderung vom Val de Travers an den Neuenburgersee bietet eine kontrastreiche Vielfalt: Stille Wälder mit verträumten steinigen Pfaden, ein Teilstück des Jura-Höhenwegs und zum Abschluss eine wundervolle Sicht über den See hinweg zur Alpenkette. Höhepunkt ist der Creux du Van, eine riesige, von der Natur geschaffene Arena. Kaum Hartbelag ausserhalb des Siedlungsgebiets.

Vom Bahnhof Noiraigue folgt man der Allee Richtung Osten, zweigt danach Richtung Süden ab und gelangt nach Überquerung der Bahngeleise auf einem asphaltierten Strässchen zum Wald. Im Schatten der Bäume gewinnt man auf dem Schotterweg zügig an Höhe. Auf einer Lichtung liegt der Bauernhof «Les Oeuillons». Steil windet sich von hier an ein schmaler Pfad den Hang hinauf.
Plötzlich lichten sich die Bäume, und der Blick schweift über eine eindrückliche Felsen-Arena. Der Creux du Van ist ein von der Natur geschaffenes gigantisches Amphitheater. An der höchsten Stelle des Halbrunds fallen die Kalkwände gegen 200 Meter praktisch senkrecht in die Tiefe ab.
Auf schmalem Weg folgt man dem Rand des Abgrunds. Der Blick auf die grossartige Szenerie ist überwältigend. Jene, die es vor der gewaltigen Tiefe schaudert, können den Weg jenseits des Steinmäuerchens auf der Weide fortsetzen.
Bei Le Soliat zweigt die Route rechts ab. Ohne nennenswerte Höhenunterschiede wandert man genussreich über anmutige Weiden und Hügel. Nach Vers chez les Pernets geht es in den Wald und abwärts. Bei Les Prises kommen der Neuenburgersee, das Freiburger Mittelland und die Freiburger Alpen ins Blickfeld. Bald schon erreicht man die ersten Häuser von St-Aubin und schliesslich die Bahnstation Gorgier-St-Aubin. Dass man nach den windigen Jurahöhen in geradezu südlichem Klima angekommen ist, zeigen die Rebhänge, die sich hier dem Seeufer entlangziehen.