Auf der Passhöhe des Restipasses liegt einem das ganze Lötschental zu Füssen.

Wanderung Rinderhütte-Restipass-Lauchernalp

Grossartige Aussicht am Restipass

  • Leukerbad/Rinderhütte

  • Restipass

  • Kummenalp

  • Lauchernalp/Holz


REGION: Wallis
MARSCHZEIT: 5 h
AUFSTIEG: 680 m
TIEFSTER PUNKT: 1968 m
VERPFLEGUNG: Imbissecke Reschtialp
ANREISE: Mit der Seilbahn von Leukerbad zur Rinderhütte
MERKMALE: Höhenweg / Passwanderung
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 14,8 km
Abstieg: 1020 m
Höchster Punkt: 2632 m
Ideale Jahreszeit: Anfang Juli bis Ende Oktober
Rückreise: Ab Lauchernalp mit der Seilbahn Wiler/Lötschental
   

Die Wanderung über den Restipass im Oberwallis zählt zu den schönsten Passrouten der Schweiz. Schon der Aufstieg ab Rinderhütte ist landschaftlich reizvoll und obendrein nur mässig steil. Von der Passhöhe an geniesst man eine grandiose Aussicht auf das ganze Lötschental. Durchwegs Naturbelag.

Von einem Skigebiet ins andere führt die Wanderung über den Restipass. Doch wer fürchtet, man wandle stundenlang zwischen Skiliftmasten und im Schatten von Schneekanonen im Sommerflor, täuscht sich. Rund um die Bergstation Rinderhütte im Skigebiet Leukerbad-Torrent ist das Terrain zwar unübersehbar an die Bedürfnisse von Skifahrern angepasst worden. Doch der Spuk währt nur wenige Minuten, und schon obsiegt die weite Aussicht über die Hügel der Torrentalp hinunter in die Rhonetalebene und zu den Viertausendern auf der gegenüberliegenden Talseite.
Kaum merklich geht es aufwärts, immer einsamer wird die Gegend. Bei der Geländerippe Schnydi schwenkt man in einen weiten, wilden Gebirgskessel ein und erreicht die Mulde des Wysse See. Anschliessend geht es erst leicht abwärts, aber schon bald ziemlich steil aufwärts. Immer karger wird die Vegetation. Mehrere steinige Runsen kreuzen den Weg. Von weitem hat sich der Restipass als perfekt gerundeter Geländeeinschnitt gezeigt. Vor Ort erweist er sich als ausgedehntes, praktisch flaches Geröllfeld.
Der Abstieg ins Lötschental beginnt am nördlichen Rand des Übergangs und führt zunächst durch ein riesiges Feld von groben Steinblöcken. Bei nebligem Wetter gilt es hier aufzupassen, damit man die Route nicht verfehlt; in kurzen Abständen angebrachte weiss-rot-weisse Farbmarkierungen erleichtern die Orientierung. Ein steiniger Bergweg zieht sich zuweilen fast flach, dann wieder über steile Geländestufen hinunter zur Restialp, wo eine erste Einkehrmöglichkeit besteht.
Die nächste Gaststätte erreicht man nach kurzem Abstieg auf dem Kiessträsschen nach Trockene Stiege und anschliessendem Aufstieg zur Kummenalp. Dort endet die von Autos mitbenutzte Strecke bereits wieder; die Wanderroute setzt sich auf einem schönen Pfad fort, der über Weideland und durch lockere Baumbestände führt. Zwischendurch geniesst man schöne Tiefblicke ins Lötschental bis zu dessen hinterstem Ende, der Lötschenlücke.
Die Hockenalp (auch sie mit Beiz) ist ein hübscher Alpweiler mit schönen alten, von der Sonne dunkelbraun gegerbten Holzhäusern. Einen ungewöhnlichen Anblick bietet die kleine, nur aus Holz konstruierte Kapelle; das zierliche Gotteshaus wurde 1959 erbaut.
Den Aufstieg zur wenig reizvoll überbauten Lauchernalp und den anschliessend notwendigen Abstieg zur Seilbahnstation kann man sich schenken. Stattdessen steigt man an der Kapelle vorbei ein kurzes Stück auf dem Talweg in Richtung Haispiel und Kippel ab, zweigt nach 100 Metern links ab und gelangt bei nur noch geringem Gefälle ins Gebiet Holz, wo sich die Bergstation der Luftseilbahn Wiler-Lauchernalp befindet.