Unterwegs im Talboden zwischen Vättis und Kunkels

Winterwanderung Vättis-Kunkels

Winterzauber am Fusse des Calanda

  • Vättis

  • Caschleira

  • Oberkunkels

  • Vättis


REGION: Graubünden / Ostschweiz
MARSCHZEIT: 3 h 15 min
AUFSTIEG: 210 m
TIEFSTER PUNKT: 949 m
VERPFLEGUNG: Bergrestaurant Eggwald, Oberkunkels
ANREISE: Mit dem Postauto nach Vättis/Dorf
MERKMALE: Rundwanderung / Auch/nur im Winter
Schwierigkeit: W1 Winterwandern
Streckenlänge: 10,3 km
Abstieg: 210 m
Höchster Punkt: 1131 m
Ideale Jahreszeit: Dezember bis März
Rückreise: Ab Vättis/Dorf mit dem Postauto
   

Zuhinterst im Taminatal liegt das Dörfchen Vättis. Winterrummel sucht man dort vergeblich. Einzig eine Loipe für Langläufer gibt es sowie einen Winterwanderweg, der im Tal des Görbsbachs nach Oberkunkels führt. Dort, bei der Eggwald-Beiz, endet die präparierte Route.

Wenn am Tödi im Frühling der Schnee schwindet, dann tritt das Schmelzwasser eine abenteuerliche Reise an. Zehn Jahre lang strömt es durch den Untergrund, reichert sich mit Mineralien an und erwärmt sich auf 36,5 Grad, bis es weit entfernt in der Tamina-Schlucht aus dem Boden sprudelt. Von dort gelangt es mit einer Pipeline ins nahe Bad Ragaz geleitet, wo es in der Tamina-Therme das Wohlbefinden der Badegäste fördert.
Nur wenige Kilometer südlich von dieser mondän-luxuriösen Badelandschaft lockt eine ganz andere Welt. Ganz hinten im Taminatal, weit abseits von allen wichtigen Verkehrsachsen, schlummert das Bergdörfchen Vättis. Im Sommer lassen sich von hier aus etliche anspruchsvolle und ergiebige Bergwanderungen unternehmen, etwa ins benachbarte Calfeisental mit dem Walserdorf St. Martin oder am Calanda-Massiv vorbei ins Bündner Rheintal.
Im Winter herrscht hier oben erst recht Ruhe. Wer gerne abseits von Skipisten und Bergbahnen einen Spaziergang auf knirschendem Schnee und in frischer Bergluft unternimmt, kommt hier auf seine Kosten. Die Tamina lässt man rechts liegen und macht sich in südlicher Richtung ins Seitental auf, das vom Görbsbach durchströmt wird. Im Talboden ist eine Langlaufloipe angelegt; abseits davon verläuft ein Strässchen, das im Winter nicht schwarz geräumt, sondern als Winterwanderroute präpariert wird.
In leichtem Anstieg geht es an den Hütten von Pardätsch und Caschleira nach Unterkunkels; unbemerkt hat man dabei die Kantonsgrenze zwischen St. Gallen und Graubünden überquert. Die schroffen Zinnen des Calanda bieten einen prachtvollen Anblick. In gemächlichem Anstieg gelangt man weiter nach Oberkunkels. Das Bergrestaurant Eggwald ist im Winter nur sonntags geöffnet und auch nur dann, wenn das Wetter gut ist. Hier endet auch die Winterwanderroute. Die Rückkehr nach Vättis erfolgt auf gleichem Weg.