Tiefblick ins Gental, im Hintergrund die Engelhörner und die Grindelwalder Hochalpen

Wanderung Engstlenalp-Hasliberg

Berggenuss ohne Anstrengung

  • Engstlenalp

  • Baumgarten

  • Unterbalm

  • Winterlücke

  • Hasliberg


REGION: Berner Oberland
MARSCHZEIT: 3 h 50 min
AUFSTIEG: 170 m
TIEFSTER PUNKT: 1053 m
VERPFLEGUNG: Picknick aus dem Rucksack
ANREISE: Mit dem Bus auf die Engstlenalp
MERKMALE: Höhenweg
Schwierigkeit: T2 Bergwandern
Streckenlänge: 14,8 km
Abstieg: 970 m
Höchster Punkt: 1837 m
Ideale Jahreszeit: Mitte Juni bis Mitte Oktober
Rückreise: Ab Hasliberg Reuti/Dorf mit der Seilbahn bzw. mit dem Postauto
   

Kaum Aufstiege, sanfte Abstiege und obendrein ein grossartiges Panorama: Die Höhenwanderung von der Engstlenalp zum Hasliberg bietet auch ungeübten Wanderern genussreiche Bergerlebnisse. Im letzten Drittel der Route verlaufen mehrere Abschnitte auf Asphaltsträsschen, was einen Hartbelagsanteil von knapp 20% der gesamten Streckenlänge ergibt.

Übermässig verausgaben muss sich auf dieser Bergwanderung niemand. Die Höhendifferenz zwischen Start und Ziel beträgt zwar satte 800 Meter, doch weil der Weg fast durchwegs leicht abwärtsführt, fällt das kaum ins Gewicht. Umso unbeschwerter lässt sich unterwegs die herrliche Aussicht geniessen.
Vor Beginn der eigentlichen Wanderung lohnt sich ein kurzer Abstecher von der Bus-Endstation Engstlenalp hinüber zum Engstlensee. Der Bergsee liegt oberhalb der Waldgrenze und ist deshalb von den umliegenden Alpweiden gut einsehbar. Am Ufer laden flache Wiesenpartien zum Ausspannen ein; wer das kalte Wasser nicht scheut, kann im Hochsommer sogar ein erfrischendes Bad nehmen.
Während der klassische Höhenweg von der Engstlenalp hinüber zum Hasliberg über die Tannalp nach Planplatten führt, schmiegt sich die weniger bekannte Variante via Baumgarten auf halber Höhe in den nördlichen Seitenhang des Gentals. Auch im Herbst wird man hier während des ganzen Tages mit reichlich Sonnenschein beschenkt.
Rund zehn Minuten nach dem Abmarsch auf der Engstlenalp gelangt man zur einzigen nennenswerten Wegverzweigung: Während die Route zur Tannalp hangwärts abzweigt und aufsteigend wegführt, behält man die Richtung bei und wandert geradeaus auf einem schönen Fussweg talauswärts weiter. In der Tiefe breitet sich das Gental in seiner ganzen Pracht und vollen Länge aus.
Nachdem man die Hütten der Alp Baumgarten passiert hat, weitet sich der Tiefblick bis ins Tal der jungen Aare. Darüber ragen die spitzen Zinnen der Engelhörner auf. Den Horizont krönt die Kette der Berner Hochalpengipfel vom Finsteraarhorn über das Rosenhorn bis zum Wetterhorn.
Mit diesem fantastischen Panorama vor Augen gelangt man nach Unterbalm und erreicht wenig später Waldgebiet. Zuvor lohnt es sich, einen Blick zurück zu werfen: Am oberen Ende des Gentals erkennt man das weiss schimmernde Hotel Engstlenalp und damit den Ausgangspunkt der Wanderung.
Über Hinterarni gelangt man zur Winterlücke, wo sich das Panorama grundlegend ändert: Die Sicht weitet sich nun nach Westen und damit auf den Talboden von Meiringen, zum Brienzersee und zur Kette des Brienzer Rothorns. Der Abstieg wird nun etwas steiler und verläuft streckenweise auf einer asphaltierten Strasse, zwischendurch aber erneut wieder auf Naturwegen. Die Wanderung endet in Reuti, dem östlichsten Dorf der langgezogenen Gemeinde Hasliberg.