Traumhafte Weite im Avers

Avers, das ist ein kleines Skigebiet (weit hinten links) und sonst unberührte Hänge.

Juf - Juppa - Am Bach - Pürt

Reizvolle Talwanderung durch das Avers. Der gepfadete Winterwanderweg führt von Juf ganz hinten im Tal an Dörfchen und Weilern mit alten, sonnengegerbten Holzhäusern vorbei nach Pürt.

Auch im Hochtal von Avers steht die Zeit nicht still. Doch sie fliesst gemächlicher als in den Niederungen des Alltags. Nur schon die (lange) Anreise aus dem Mittelland schafft Distanz. Das Postauto, das sich von Andeer durch einsame Schluchten in die Höhe windet, ist für Schweizer Verhältnisse fast unendlich lange unterwegs, bis es nach vielen Zwischenhalten in kleinen Dörfern und bei Gruppen von verstreuten Häusern schliesslich die Endstation Juf erreicht.

Im Tal gibt es einige Gasthäuser und im Winter eine bescheidene, aber vollwertige Infrastruktur für Skifahrer und andere Wintersportler. Zwei Skilifte und ein Kinderlift - das ist natürlich wenig cool für Pistenbolzer, doch für naturorientierte Familien ein passendes Angebot in einer wundervollen, weitgehend unberührten Landschaft. Ergänzend dazu stehen auch eine kleine Eisfläche, Schlittelwege, Langlaufloipen und Winterwanderwege zur Verfügung.

Einer der Winterwanderwege zieht sich der Länge nach durch das halbe Tal. Er beginnt in Juf und führt parallel zur Talstrasse, aber stets deutlich oberhalb oder unterhalb der Strasse, talauswärts bis zum Dorf Pürt. Dabei werden mehrere weitere Dörfchen und Weiler durchquert oder zumindest gestreift. Man kann sich also problemlos bei einem Zwischenhalt stärken oder auch die Wanderung vorzeitig beenden und mit dem Postauto zurückfahren.

Avers wurde im Mittelalter von Walsern besiedelt. Man hört das dem Dialekt zum Teil heute noch an. Zudem zeigt es sich auch im Baustil besonders der Scheunen und Ställe sowie teilweise auch der Wohnhäuser. Die Gegend ist nach wie vor sehr bergbäuerlich geprägt. Unterwegs sieht man deshalb beim einen oder anderen Bauernhaus allerlei Tiere. Auch im Winter bekommen hier einheimische Grauviehkühe und schottische Hochlandrinder Auslauf im Freien, und manchenorts wagen sich selbst Hühner in den Schnee.

Marschzeit 1 h 30 min

Streckenlänge 5,1 km

Aufstieg 20 m

Abstieg 220 m

Ideale Saison Ganzjährig begehbar (im Sommer verläuft die Wanderung auf einem anderen Trassee)

Region Graubünden

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