08. Oktober 2014. Tja, der Föhn. Der Bähnler an der Talstation hängte ihm ein paar saftige "Schlötterlige" an. Denn heute war nichts mit Seilbahnfahren, es blies wie wild. Also musste ich zu Fuss Richtung Ebenalp aufsteigen. Die Krete liess ich aus...

29. September 2014.
Über manche Dinge reden die Menschen irgendwie ungern. Ich zum Beispiel habe das peinliche Bedürfnis, nicht über Grächen zu sprechen. Jetzt muss ich aber trotzdem. Kürzlich habe ich dort eine Wanderung zu unternehmen versucht. Das Unterfangen glückte tatsächlich, allerdings erst, nachdem ich die relativ planlos ins Gelände genagelten Wegweiser zu ignorieren begann und mich nur noch auf Karte und GPS verliess. Die gelben Schilder sind in Grächen «quantité négligeable». thumb schilderwald

13. August 2014.
Schirm, Regenjacke, Regenhose und Pullover blieben gestern ungenutzt im Rucksack, dafür kam wider Erwarten die Sonnencreme zum Einsatz. Der Sommer 2014 ist immer wieder für Überraschungen gut. Die Meteorologen finden ihn allerdings wegen seines unsteten Charakters nicht besonders spassig. Würde es nicht fast täglich regnen, dann gäbe es auch dieses Kleinod im Simmegrund bei Zweisimmen nicht zu entdecken: Über eine Tuffsteinwand rieselt, tröpfelt, rinnt, rauscht und sprudelt Wasser herab, in teils kräftigen, teils hauchzarten Fäden. Das zauberhafte Schauspiel war passender Schlusspunkt zu einer auch sonst sehr reizvollen Wanderung. Die Route: Zweisimmen-Holaasfluh-Rychestei-Zweisimmen. thumb simmegrund

19. Juli 2014.
Wanderrouten verlaufen bekanntlich nicht immer auf Wanderwegen, sondern manchmal auch auf Asphalt- oder Betonstrassen. Die meisten Wanderer (ausser jene mit Kinderwagen oder im Rollstuhl) finden das nicht so toll. Deshalb gibt es ein Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege, das eine Bestimmung zu Wegstrecken mit Belägen enthält, "die für Fussgänger ungeeignet sind". Das Gesetz verhindert, dass Waldsträsschen und Kieswege einfach nach Lust und Laune asphaltiert werden können. Doch die Regelung liess sich eine Zeitlang "kreativ" umgehen, indem die Kiessschicht mit sogenanntem Recycling-Granulat verstärkt wurde.