21. Juli 2015.
Weil die Hitze in den Niederungen kaum zum Aushalten war, kam die mehrtägige Recherche im Alpsteingebiet sehr gelegen. Stationiert waren wir in der Meglisalp. Das Appenzeller Sennendörfchen liegt auf einer Hochebene, die fast rundherum von abschüssigen, mit kargen Weiden durchsetzten Geröllhängen umgeben ist. Einzig gegen Norden hin öffnet sich der riesige Kessel. Dort fällt das Gelände über hohe Felswände mehrere hundert Meter zur Seealp ab. Auf die Meglisalp führt weder eine Strasse noch eine Bergbahn – sie ist einzig zu Fuss erreichbar.

15. April 2015.
Der Mikro-Saurier im Centovalli begrüsst den Frühling. Nach der Winterstarre ist Leben in die Reptilien zurückgekehrt. Überall auf den Mauern und Wegen raschelt und zischelt es: Echsen wuseln daher und dahin, ab und zu zieht eine scheue Schlange ihre Bahn. Auch unsereins Wandervolk erwacht zu neuem Leben. Es gibt grossartige Geschichten zu entdecken hier im Tessin. Zum Beispiel von einem Auswanderer aus dem Bleniotal, der izum Tod verurteilt worden war, nach einer Amnestie in die Heimat zurückkehrte und hier in bombastischem Wohlstand endete. Oder das Rätsel um die zu Herzen gehende Pietà mitten im Wald oberhalb von Intragna. thumb eidechse

25. März 2015. März 2015 in der Surselva: Auf 1400 m recken die Krokusse ihre Blütenköpfe. Einzelne versprengte Skifahrer, die den Hinweistafeln "Piste gesperrt" weiter oben keinen Glauben schenken mochten, suchen im Gras nach einigen verbliebenen Schneeflecken. Nicht weit davon entfernt...

19. Februar 2015. In den letzten Wochen habe ich mehrere Schneeschuhtouren unternommen. Strenggenommen dürfte man diese Wanderungen allerdings nicht so nennen, denn die Schneeschuhe liess ich die ersten paar Mal im Rucksack und schliesslich sogar zu Hause. Es ist mir schlichtweg...