02. August 2016.
Matteo Zanoli kümmert sich um rund 1400 km Wander- und Bergwanderwege: Bei Locarno-Ascona-Tourismus ist er für den Bau und Unterhalt der Wege in der ausgedehnten Region zuständig, zu der insbesondere die weitläufigen Täler Verzasca, Maggia, Lavizzara und Onsernone gehören. In "seinem" Gebiet liegt auch das Val Bavona, bisher ein weisser Fleck auf meiner persönlichen Wanderkarte. Mit den gewaltigen Felsbrocken, die überall im Talboden und an den Flanken herumliegen, gilt es als das wildeste - und zugleich eines der schönsten - Bergtäler der Schweiz. Ich erkundigte mich beim Kenner nach einer besonders attraktiven Wanderroute. Doch statt einer Tour im Val Bavona ... thumb matteo zanoli

20. Juli 2016.
Hinter der Kirche des Dörfchens Salvan im Val de Trient steht ein etwa fünf Meter hoher Findling. "La pierre bergère" (Schäferstein), wie er genannt wird, ist oben einigermassen flach. Dank einer Metalltreppe kann man problemlos hinaufsteigen. 1895 war der Felsblock Schauplatz eines geschichtsträchtigen Experiments. Der italienische Naturwissenschafter und Privatgelehrte Guglielmo Marconi stellte dort die ersten praktischen Versuche auf dem Gebiet der drahtlosen Informationsübermittlung an. Bei den Experimenten half ihm Maurice Gay-Balmaz, ein aufgeweckter Zehnjähriger aus dem Dorf. thumb marconi

06. Juli 2017.
La Brévine
La Brévine
Wenn man's nicht wüsste, dass man im Jura ist, bräuchte man bloss die Speisekarte der Dorfbeiz zu konsultieren. In der Auberge "Au Loup Blanc" empfehlen sie Froschschenkel. Auf der anderen Seite des Dorfplatzes, neben der Kirche, hängt am Gemeindehaus eine Temperaturanzeige. "+18" heisst es dort an diesem Frühsommermorgen. Auch am Kältepol der Schweiz (wo es im Winter gut und gerne minus 30 oder noch kühler werden kann) ist heute ein heisser Tag zu erwarten.

04. Juli 2016.
Am Wanderweg nach Göschenen
Am Wanderweg nach Göschenen
Seit Jahrhunderten durchqueren Menschen den Kanton Uri auf der Reise in den oder aus dem Süden. Die alten Säumerpfade sind freilich mittlerweile begraben unter den Strassen, die man auch hier genau dort baute, wo es am praktischsten war - also auf bestehenden Trassees. Dennoch kann man das Urnerland wandernd erkunden, zum Beispiel auf der Via Gottardo von Erstfeld nach Göschenen. Die Autobahn ist zwar oft allgegenwärtig, und auch von der Eisenbahn kriegt man einiges mit. Zwischendurch aber gibt es bezaubernde, stille und einsame Orte zu entdecken, an denen es nur Steine, Wasser, Wald und Gras gibt. Später jedoch begegnet man erneut dem europäischen Transportirrsinn.