Neuer Trend: Winterlings-Wanderungen

25. März 2015.
März 2015 in der Surselva: Auf 1400 m recken die Krokusse ihre Blütenköpfe. Einzelne versprengte Skifahrer, die den Hinweistafeln „Piste gesperrt“ weiter oben keinen Glauben schenken mochten, suchen im Gras nach einigen verbliebenen Schneeflecken. Nicht weit davon entfernt färbt blühendes Heidekraut ganze Hänge purpurrot; es sieht aus wie sonst im Sommer. Die Jahreszeiten sind aus den Fugen, und meine Recherchen zum Winterwandern in Flims geraten zumindest fotografisch zum Fiasko. An der Schnittstelle von Winter und Frühling bleibt nur der Kompromiss – die Winterlings-Wanderung. Doch die Sache hat durchaus ihren Reiz. Die Natur ist am Erwachen, auch wenn die Grasböden noch schmutzig-braun wirken. Nach dem endlos langen Herbst ist es vielleicht unausweichlich, dass dieser seltsam matte Winter bereits dem Frühling Platz macht. Wandern funktioniert ja so oder so, zum Beispiel auf Naraus, im Hochtal von Bargis, auf der Senda Sursilvana oder im Flimserwald. thumb erika