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Aktiver Dung

Geschrieben von Andreas Staeger am .

Wer ist schuld, wenn Fido sein Geschäft auf der Wiese verrichtet und die Hinterlassenschaft, wie es seiner Natur gemäss ist, einfach liegen lässt - er selbst oder sein Besitzer? Weder noch! Diese Meinung vertritt man jedenfalls in der Baselbieter Gemeinde Ettingen. Dort wird nämlich der Kot selbst verpflichtet, sich vom Boden aufzuheben. Übrigens: Der eigenartigen Tafel begegnet man auf dem Rebenweg Aesch.

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Kreuzträger - Kreuzfahrer?

Geschrieben von Andreas Staeger am .

Leichtfüssig stiegen wir vom Restipass ins Lötschental ab, als uns eine gespenstische Erscheinung entgegenkam. Gemessenen Schrittes kämpfte sich ein Helmträger den steilen und steinigen Bergweg empor. Auf seinen Schultern trug er - nein, kein Kreuz, sondern sein Bike. Stirnrunzelnd vergegenwärtigten wir uns die Tatsache, dass wir einem solchen Bild wohl in wenigen Jahren schon nicht mehr begegnen werden. Dannzumal dürften Heerscharen von bejahrten Amateuren auf elektrisierten Mountainbikes durch die Bergwelt pflügen...

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Tessiner Brückenbauer

Geschrieben von Andreas Staeger am .

Matteo Zanoli kümmert sich um rund 1400 km Wander- und Bergwanderwege: Bei Locarno-Ascona-Tourismus ist er für den Bau und Unterhalt der Wege in der ausgedehnten Region zuständig, zu der insbesondere die weitläufigen Täler Verzasca, Maggia, Lavizzara und Onsernone gehören. In "seinem" Gebiet liegt auch das Val Bavona, bisher ein weisser Fleck auf meiner persönlichen Wanderkarte. Mit den gewaltigen Felsbrocken, die überall im Talboden und an den Flanken herumliegen, gilt es als das wildeste - und zugleich eines der schönsten - Bergtäler der Schweiz. Ich erkundigte mich beim Kenner nach einer besonders attraktiven Wanderroute. Doch statt einer Tour im Val Bavona ...

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Wandern zur Wiege des WiFi

Geschrieben von Andreas Staeger am .

Hinter der Kirche des Dörfchens Salvan im Val de Trient steht ein etwa fünf Meter hoher Findling. "La pierre bergère" (Schäferstein), wie er genannt wird, ist oben einigermassen flach. Dank einer Metalltreppe kann man problemlos hinaufsteigen. 1895 war der Felsblock Schauplatz eines geschichtsträchtigen Experiments. Der italienische Naturwissenschafter und Privatgelehrte Guglielmo Marconi stellte dort die ersten praktischen Versuche auf dem Gebiet der drahtlosen Informationsübermittlung an. Bei den Experimenten half ihm Maurice Gay-Balmaz, ein aufgeweckter Zehnjähriger aus dem Dorf.

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