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Ein gigantisches Bauwerk

Geschrieben von Andreas Staeger am .

In den 1960-er Jahren wurde in der Schweizer Architektur nicht einzig hochkonjunktureller Schrott fabriziert, wie manche Leute heute noch immer denken. Ein Büchlein des Schweizer Heimatschutzes präsentiert "Die schönsten Bauten 1960-75". Darunter figuriert auch die Cité du Lignon, eine Genfer Überbauung, die alle zu ihrer Zeit gültigen Massstäbe sprengte. Der mehrfach gebrochene Riegel ist über einen Kilometer lang und umfasst fast 2800 Wohnungen. Die Sehenswürdigkeit ist Ziel einer frühlingshaften Kurzwanderung im westlichsten Zipfel der Schweiz.

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Mission vorerst gescheitert

Geschrieben von Andreas Staeger am .

Was ist eigentlich eine perfekte Wanderung? Dialektisch gesehen sollte man die Antwort finden, indem man nach dem Gegenstück forscht. Ein heisser Kandidat in dieser Richtung ist sicher die Wanderung zum Autobahnknoten Limmattaler Kreuz und dem nahen Gubristtunnel, sollte man denken. Von wegen! Wer sich auf brüllenden Lärm, Abgasschwaden und Blechlawinen gefasst macht, wird seinen Augen nicht trauen. Das Bild zeigt den Rebberg von Weiningen mit dem Heitersberg im Hintergrund; in der Tiefe erahnt man die Nationalstrasse.

Fazit: Das Experiment ist vorerst gescheitert. Aber ich lasse nicht locker. Eine nächste Etappe im Kabinett der Gruselwanderungen wird nach Kloten führen. Wahrscheinlich werde ich erneut «enttäuscht» sein, denn das Glatttal soll auch einige ziemlich reizvolle Seiten haben.

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Gelbe Wegweiser – Teil der nationalen Identität

Geschrieben von Andreas Staeger am .

Die Wanderwegweiser sind fester Bestandteil des Schweizer Landschaftsbilds. Heutzutage steht den Wandernden ein flächendeckendes und signalisiertes Wanderwegnetz zur Verfügung. Das war nicht immer so. Die Wanderbewegung kann auf eine lange Geschichte zurückblicken – und auf einen Start mit viel Pioniergeist. Ein Rückblick im Magazin «Wege und Geschichten» (Ausgabe 2/2013) von Viastoria. Titel WundG aktuell

Das Museum der Suonen

Geschrieben von Andreas Staeger am .

Im Wallis gibt es mehrere hundert Wasserleiten - sogenannte Suonen (oder französisch bisses) - , mit denen die trockenen Hänge des Rhonetals seit dem Mittelalter gewässert werden. Ein Museum oberhalb von Sion stellt dieses Kulturgut in zahlreichen Facetten vor. Die Ausstellung präsentiert historische Dokumente und Originalobjekte. Was auf Anhieb nach einer Gerümpelkammer im Stile eines Dorfmuseums aussehen mag, ist deutlich mehr - nämlich ein gekonnt aufbereiteter Zugang zu einem spannenden Thema. Highlight ist ein historischer Film, der in einem der Ausstellungsräume läuft. Er wurde 2009 von der Médiathèque du Valais aus Amateurfilmen der frühen 1930-er Jahre zusammengestellt und zeigt in teils dokumentarischen, teils inszenierten Aufnahmen den vitalen Nutzen des Wässerwassers im Wallis sowie die gefahrvollen Unterhaltsarbeiten an den Suonen. Der Museumsbesuch lässt sich gut mit einer Wanderung entlang einer Suone verbinden. Vorschlag in der Umgebung: Anzère/Le Pertou - Botyre.

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