Blind- und Sichtflüge im Toggenburg

14. Februar 2017


Die Winterwander-Recherchen in Wildhaus begannen in diffuser Watte und endeten in kristalliner Klarheit. Nebel und Sonne lieferten sich zunächst einen heftigen Zweikampf: Am ersten Tag…

… wechselten sich auf dem Chäserrugg Wolkenwände und spektakuläre Tiefblicke in dichter Folge ab. Der Transfer von Iltios hinüber nach Oberdorf geriet dann zur Geisterwanderung: Es ging irgendwie abwärts, irgendwo schnurrte ein Skilift, anderswo sausten Kufen und Skis über Pisten, aber die Sichtweite betrug nur wenige Meter.

Ein grossartiges Spiel von Licht und Schatten erlebte ich danach auf der Rundwanderung nach Gamperfin. Die Sonne wirkte erschöpft und schien kurz vor dem Kollaps zu stehen, durchdrang aber dennoch immer wieder die Wolken und übergoss die tief in Schnee eingepackte Landschaft mit dem Restlicht eines verklingenden Mittwintertags am Polarkreis.

Anderntags dann ein extremes Kontrastprogramm: Über Nacht hatten sich die Schwaden verflüchtigt, so dass mir die Tour zum sonnigen Aussichtsplateau von Gamplüt viel Licht und Weite sowie grandiose Aussichten vermittelte.

Die Wanderungen:
Rundweg Chäserrugg
Rundwanderung Oberdorf-Gamperfin
Wildhaus-Gamplüt